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MOTORRADTOUREN

Salzburg - Oberösterreich 3. Tour

BBC Seekirchen Diese Tour fuhren Roman + Freunde vom BBC Seekirchen
Seekirchen - Mondsee - Attersee - Bad Ischl - Mitterweissenbach - Bad Goisern - Vorderer Gosausee - Postalm - Eggerberg - Henndorf - Neumarkt - Mattsee - Obertrum - Seekirchen

ca. 350 km

Gefahren: September 2001


Klicke auf die Karte, um sie zu vergrößern.


herbstlicher Es war bereits knapp vor der Samstag-Sirene, als wir uns auf den Bock schwangen, um vielleicht für dieses Jahr das letzte Mal den Gashahn zu drehen und die endlose Freiheit auf zwei Rädern zu genießen. Der Altweibersommer brach in sich zusammen und die ersten Blätter fielen von den Bäumen.

Es "herbst'lt" bereits, als wir über die Thalgauer-Landesstraße in Richtung Mondsee unterwegs waren. Auch wenn sich die Sonne noch so bemühte, entlang des Mondsees in Richtung Unterrach am Attersee war es etwas kalt. Auf dem Mondsee surften, an Flugdrachen hängend, einige Unerschrockene, denn der Wind war ziemlich böig , was sich auch auf die Fahreigenschaften auswirkte. Zwischen den beiden Seen blies er so heftig, dass man nur mittels starker Gegenlage die Straße geradeaus fahren konnte.

Tief hängende Nebelschwaden begrüßten uns, je näher wir uns dem Attersee zubewegten. Der Feuchtigkeitsgrad stieg und die Temperatur fiel, was uns veranlasste, durch das Weissenbachtal (B153) in Richtung Bad Ischl zu düsen. Man merkte schon, dass das Ende der Motorradsaison nahte, denn auf der sonst von Bikern beliebten Strecke waren nur wir unterwegs. Die trockene Straße ließ es zu, nun den Gashahn durchzudrehen und die Kurvenkombinationen links-rechtsschwingend durchzuziehen. Im Tal war es windstill und die Sonne ließ hier die Temperaturen steigen, was unseren teilweise steifen Gliedern gut tat.

Mein Sozius ChristineAuf einem kleinen Parkplatz bei Mitterweissenbach wurde eine kurze Rast eingelegt, um den weiteren Verlauf unserer Tour neu festzulegen. Ein See soll dabei sein und "auffi auf die Berg solls gehen". Da liegt der Gosausee genau richtig! Rauf auf den Bock, nach rechts abbiegen und weiter in Richtung Bad Ischl - dann auf die (B 145) Salzkammergut-Bundesstraße bis Bad Goisern.

Kurz nach Bad Goisern wurde rechts auf die B 166 durch das Gosautal in Richtung Abtenau abgebogen. Bereits nach einigen Kilometer kamen wir in den schattigen Teil dieses Tales. Der Gosaubach gab seine Feuchtigkeit preis, was sich auf der Straße bemerkbar machte. Schön langsam glitten wir durch das feuchte dunkle Tal, bis es sich endlich bei Klaushof weitete. Nun war auch die Sonne wieder da und die Strasse trocken.

Der Gosausee - Hintergrund: der DachsteingletscherBei Gosau wurde links abgebogen, um auf der Stichstrasse zum Vorderen Gosausee zu kommen. Endlich konnte man das Fahrgefühl in vollen Zügen genießen. Oben angekommen konnte man das herrliche Panorama der Dachsteingruppe auf sich wirken lassen. Der Dachsteingletscher und die herbstliche Natur spiegelte sich im glasklarem Wasser des Gosausees. Ein kleiner Fußmarsch in der Herbstsonne entlang des See´s lies unsere kühlen Körper wieder auftauen.

Nach absolvierter Ruhepause schwangen wir uns wieder in den Sattel um in Gosau links über den Pass Gschütt (17 %, 964 m) in Richtung Rußbach zu düsen. Herrlich auf dieser breiten Straße dahinzugleiten, den Duft der Wälder einzusaugen und die herbstliche Landschaft zu genießen. Kurz vor der Einmündung der Salzburger Dolomitenstrasse wurde rechts auf eine kleine Seitenstrasse in Richtung Postalm abgebogen (Vorsicht eher verwirrend beschildert).

AufwärmphaseNach einigen Metern stand ein Bikerehepaar neben dem Weg. Grosse V zum Gruß und weiter ging`s in Richtung Voglau. Diese teilweise im Schatten gelegene Nebenstrasse mit seinem Fleckerlteppich und den feuchten Holzbrücken erlaubte meiner Chopper keine akrobatischen Kurvenlagen. Gemütlich zogen wir dahin, bis wir zur Abzweigung auf die Postalm kamen. Nun konnte der Tanz, sich stetig nach oben schraubend , links-rechtsschwingend beginnen. 3te, 4te, 5te hinaufgeschaltet, vor der Kurve kurz angebremst, 2 herunter, im Kurvenausgang Gas zum Anschlag durchdrahn und auffi mit de Geng. Blick in den Seitenspiegel - "He, hinta uns schwingt nu wer auf einer Enduro mit, mecht der vielleicht fira?" Da keine Anzeichen von überholen da waren, wurde der Tanz einmal links, dann wieder rechts herum und das immer wieder praktiziert.

das PostalmgebietAn der Mautstelle wurde kurz angehalten um den Obolus von ÖS 60.-zu entrichten. Da es fast keinen Verkehr gab, konnte man so richtig mit Genuss in die Kurven gehen und der raue Asphalt nahm ganz schön Gummi vom Profil. Oben, in der Osterhorngruppe gelegenes zweithöchstes Hochplateau Europas (1.150 m), angekommen, weitete sich, wie in einem Krater gelegen, die schon bräunlich gefärbte Almlandschaft. Nun war es an der Zeit, uns und der Bergziege die redlich verdiente Pause zu gönnen. Eine bekannte Bikeralmwirtschaft wurde auserkoren, um den Staub aus der Kehle zu vertreiben und die Sonnenstrahlen zu genießen.

Bikertreff auf der Postalm - dieAlsbald trafen auch unsere Verfolger - ein Bikerpaar aus der Eferdingergegend - bei der unter Bikern bekannten "Blonden Hütte" ein und gesellten sich zu uns. Im Gespräch stellte sich heraus, dass der Stop im Talboden eher als unfreiwillig zu bezeichnen war. Auf einer feuchten Holzbrücke schmierte das Vorderrad des "Gatschhupfers" weg und ab ging es in die Botanik. Außer ein paar Abschürfungen und Prellungen gab es Gott sei Dank keine schwereren Verletzungen. Nun wurde Benzin geredet und einige Touren ausgetauscht. Eine Gruppe von alten Puchfahrern (175er SV, 250er SG, 250er SGS) aus Hallein gesellte sich bald dazu.

Herbststimmung am StauseeNachdem genug Energie getankt wurde, setzten wir unsere Fahrt fort. Gemütlich schraubten wir uns in Serpentinen ins Tal hinab. Bei Weißenbach wurde links auf die Wolfgangsee-Bundesstraße (B 158) in Richtung St. Gilgen und weiter bis Fuschl am See gefahren. In Fuschl wurde rechts in Richtung Thalgau abgebogen. Diese wunderbare, wenig befahrenen Strecke steigt anfangs stetig an bis man die Hochebene erreicht. Sie führte uns durch dunkelgrüne Nadelwälder, herbstlich gefärbte Laubwälder und schon abgeerntete Felder. Nach ca. 6 km schlängelt sich die gut ausgebaute Straße kurvenreich hinunter nach Thalgau, wo wir nach links in Richtung Eugendorf abbogen.

Da es noch nicht an der Zeit war die kürzeste Verbindung nach Seekirchen zu nehmen wurde nach Uttendorf links auf die Überführung abgebogen, um dann über den Eggerberg in Richtung Henndorf am Wallersee zu gelangen. In Henndorf - bekannt durch den Schriftsteller Carl Zuckmayer - angelangt, wurde rechts auf die B1 in Richtung Stadtzentrum Neumarkt gebikt. Nachdem wir die Stadtplatz durchfahren haben, bogen wir links ab um nach Mattsee und weiter über Obertrum nach Seekirchen - unserem Ausgangspunkt - zu gelangen. Nun, das war für das Jahr 2001 die letzte Tour, die wir noch so richtig genossen hatten.

Roman Sekot
Fotos: Roman Sekot

     



© Copyright by Tatjana Suchovsky & Rudi Benesch
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