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Tjaky & Rudi
 
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NEWS-ARCHIV

Jahresrückblick 2005

Dass die Motorrad-Saison ihr fade-and-out antrat, merkten Rudi und ich - wie immer - daran, dass die Motorräder von den Straßen verschwanden und ins Winterquartier übersiedelten, während wir beide von Leder auf wattiertes Textil wechselten und die Sturmhaube aus ihrem Versteck zerrten.

Es war eine Saison, in der die "Bikerwelt" unpubliziert ihr 5jähriges Bestehen feierte und in der sich auf dieser Website - im Gegensatz zu anderen Saisonen - nicht viel getan hat. Was nicht heißt, dass sich in Bezug auf die Motorrad- und Biker-Szene nichts getan hat. Als in Oberösterreich auf die Clubhäuser zweier MCs geschossen wurde, urlaubten wir in Griechenland. Ebenso, als MotorradfahrerInnen fragten und PolitikerInnen antworteten. Zwei völlig gegensätzliche Arten der Kommunikation auf der Insel der Seligen ...
Aber es kommt nicht auf die Ereignisse und die Berichterstattung darüber an, sondern auf deren Auswirkungen und die Richtung, in die sich die Situation entwickelt. Gut möglich, dass sich etwas in der österreichischen Biker-Szene verändern wird. Ob jedoch eine Hand voll engagierter Motorradfahrer Einfluss auf politische Entscheidungen, die Motorradfahrer betreffend, hat, wird vielerorts bezweifelt.

330 Termine wurden im Jahr 2005 auf www.bikerkalender.at gemeldet - weniger als im Vorjahr, aber verstärkt aus dem Ausland: Bikerfeste, x-jährige Bestehensfeiern, aber auch viele Benefiz-Events. Besonders im letzten Bereich hat sich einiges getan: Ankündigungen der Hilfsbereitschaft en masse, fokussiert auf Miss- und Notstände im eigenen Land - was wir sehr begrüßen. Schade nur, dass bis auf einen - Ihr wisst, wen wir meinen - keiner ein "Feedback danach" gab. Was war los bei den groß avisierten Charity-Fahrten? Wie viel kam zusammen? Gibt es vielleicht Fotos von der Übergabe? Wofür wurde das Spendengeld dann tatsächlich verwendet?
Die Aktionen blieben unkommentiert. Hier wäre ein Umdenken mit mehr Gewicht auf Transparenz und Nachinformation wünschenswert.

Nun ist sie vorbei, die Zeit der Käsekrainer und Co, der Gratulationen und Spenden, aber auch die Zeit der Kondolenz und Trauerminuten. Mancheiner ist in diesem Jahr von uns gegangen - nicht nur im Straßenkampf, wegen einer Krankheit oder eines Unfalls - auch unter den Tsunami-Opfern befanden sich unerwartet viele österreichische Motorradfahrer.

Am 22. September 2005 hat die 26. KFG-Novelle einstimmig den Verkehrsausschuss passiert. Dieser meint, vor allem "mit der Neuregelung des Fahrens aller Fahrzeuge mit Licht am Tag das ganze Jahr über verpflichtend ein Mehr an Verkehrssicherheit zu erreichen". Die Novelle trat am 15. November in Kraft. Man erwartet aufgrund der Prophezeiungen des "Report On Daytime Running Lights" der EU-Kommission eine Reduktion von Autounfällen von 5 - 15 % und eine Ersparnis von 30 Verkehrstoten pro Jahr. Dass den Motorradfahrern ihr seit vielen Jahren bestehender Sichtbarkeits-Vorteil genommen wurde, juckt lokale und EU-Politiker überhaupt nicht. Auch in diesem Fall wird die Zukunft die Wahrheit ans Licht bringen.

Solange jedoch nach Motorrad-Unfällen die wahren Ursachen nicht recherchiert werden und Presse - und somit in weiterer Folge das Volk - mit der viel zitierten "vermutlich überhöhten Geschwindigkeit" oder die noch bequemere "unbekannte Ursache" abgespeist werden, wird der "übersehene Motorradfahrer" in der Unfall-Szenerie künftig öfter vorkommen - eine Floskel, die in den Pressemeldungen der Exekutive diese Saison die "überhöhte Geschwindigkeit" zwar medien-unpopulär, aber sehr autofahrerfreundlich abgelöst hat. "Jo mei, hob i eam übasegn, tuat ma lad", wird zum Kavaliersdelikt reduziert und trifft 100%ig auch auf jenen Motorradfahrer zu, dem absolut keine "überhöhte Geschwindigkeit" nachzuweisen war.

Das Jahr 2005 bescherte uns auch den auf den Motorrad-Websites wenig beachteten Punkteführerschein. Verständlich, denn Kinder- und Ladungssicherung, fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss, Geisterfahrerei und Drängeln sind keine Themen unter einspurig Motorisierten. Eher schon Raserei und das Befahren des Pannenstreifens ... Doch Motorradfahrer sind da kulant. Es muss jeder selbst wissen, ob er's tut oder ob er's lässt.

Seit 1. Mai 2005 muss bei einer Panne von Fahrern zweispuriger Kraftfahrzeuge eine Warnweste getragen werden - Motorradfahrer sind von der Mitführungs- und Tragepflicht (noch) ausgenommen. Sehr wohlwollend haben wir jedoch bemerkt, dass auch die Rennleitung Gefallen an der neuen Mode findet und nun im Leucht-Outfit verkehrskontrollierend und -fotografierend agiert. Na, zumindest etwas Positives, was wir im Jahr 2005 in den Annalen der Bikerwelt vermerken können.

Das Christkind bescherte schließlich der Bundeshauptstadt Wien ein vorgezogenes Geschenk: Seit 12. Dezember gilt Tempo 50 auf allen Straßen, ausgenommen Autobahnen und Schnellstraßen, wodurch angeblich die Emissionsbelastung gesenkt werden soll. Experten bezweifeln das. Weniger bezweifelt wird die gute Einnahmequelle durch raffiniert positionierte Radar-Messungen. Eine Radar-Box ist eben einträglicher als durch Exekutivbeamte tatsächlich gefährliche Verkehrsrowdies jagen und von den Straßen entfernen zu lassen.

Somit schließen wir unsere Chronik 2005, die sicherlich nicht vollständig ist, aber doch ganz gut die Geschehnisse eines Jahres widerspiegelt.
Wir wünschen Euch ein geruhsames und friedliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins Jahr 2006 sowie schöne, sturz-, unfall- und strafzettelfreie Fahrten und Touren in der kommenden Saison!



© Copyright by Tatjana Suchovsky & Rudi Benesch
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