Platamonas


Unsere Route führt uns über Thessaloniki. Schon als wir auf die Stadt zufahren, ahnen wir Böses: Sie liegt unter einer riesigen, tiefschwarzen Gewitterwolke. Bald krachen rechts und links Blitze nieder und schlagen unweit in die Dächer ein. Die ersten dicken Tropfen klatschen aufs Visier.

Der Wolkenbruch ist bereits in vollem Gang, als wir unter einer Brücke Zuflucht suchen, wo bereits drei Motorräder und ihre griechischen Fahrer stehen. Das 40 cm breite und 25 cm tiefe Rinnsal am Straßenrand kann die Wassermassen nicht mehr fassen und hat sich zum reißenden Bächlein gewandelt. Um uns zucken Blitze nieder, denen im selben Moment der Donner folgt. Ein Sommergewitter, wie wir es noch nie erlebten.

Hier ist die Sonne also auch nicht. In der Stunde, die wir an der Umfahrungsstraße stehen, haben wir allerdings Gelegenheit, einige gefährliche Verkehrssituationen zu beobachten, die ganz typisch für die Fahrweise der Griechen sind.



Campingplatz Hella in Platamonas Wir fanden sie, die Sonne ...
... am Campingplatz Heraklia, in der Bucht von Platamonas!
Nicht nur ein Platz, sondern eine von vielen Zelt- und Wohnwagen-Siedlungen, die sich hier aneinanderdrängen. Daneben und dazwischen unzählige Restaurants und Supermärkte, die alles bieten, was der vernügungssüchtige Urlauber sucht. Da ist Leben, da ist Treiben, da ist Wärme ... und kein Tropfen Regen.





Die Burg von Platamonas

Der Franke Bonifatius von Montferrat ließ die Burg 1204 in wenigen Monaten errichten. Heute sieht sie ziemlich verfallen aus. Daran waren jedoch nicht die schleißigen Baumeister des Bonifatius schuld, sondern die Byzantiner, die das Land 1218 zurückeroberten, nachdem sie die fränkisch-langobardische. Besatzung ausgehungert hatten. Heute wird die Burgruine für Theater- und Musikabende genutzt. Strand und Burg von Platamonas

Von Platamonas nach Kalampaka - Das Tembi-Tal

12 km lang und bis zu 500 m tief, ist es an seiner schmalsten Stelle nur 40 m breit. Hier befindet sich der Legende nach der älteste griechische Apollon-Kult. Apollon nahm dort ein Bad im Fluß. Diese historische Köörperreinigung - sowie die Daphne-Quelle - bewegt nun jährlich Tausende von Menschen, sich dort einzuparken und sich die Stelle anzusehen. (Ob sich jemals jemand jene Stelle ansehen wird, wo wir im Meer baden???)
Brücke zur Daphnequelle Vom Parkplatz aus führen Treppen hinab zu einer Stahl-Beton-Hängebrücke. Mehrere mehsprachige Schilder weisen darauf hin: Wegen Bauarbeiten dürfen sich höchstens 10 Personen gleichzeitig auf der Brücke aufhalten. Können Touristen nicht bis 10 zählen? Oder sind gerade nur solche Personen unterwegs, die keine der Sprachen auf den Schildern beherrschen? Oder ist das Vertrauen in die griechische Baukunst - trotz der vielen Ruinen, die man dort vorfindet - immer noch so groß? Permanent benutzen 30 - 40 Leute die Brücke, die dann auch schon einmal zu schwanken begann und leichte Panik ausbrechen lässt.
Eingang zur Daphnequelle Am rechten Bild: der Eingang zur Daphne-Quelle, die schon Blinden und Sehbehinderten zur Wiedererlangung ihrer Sehschärfe verholfen haben soll. Ein immer enger und niedriger werdender, abschüssiger Tunnel mit glitschigem Boden und feuchten Wänden führt ca. 20 m in den Berg hinein. Unten erwarten Dich die reinigende Kraft des Wassers in dem kleinen Becken, in das schon unzählige ihre Finger vor Dir hineintauchten.
Auch wenn Deine Augen in Ordnung sind, solltest Du die Quelle besuchen - das mulmige Gefühl, das auch nicht zart beseitete in dem Stollen befällt, vergißt man nicht so schnell, die Hängebrücke ist ein Erlebnis für sich.

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