Parga - Igoumenitsa

Blick über den Hafen der Fischer in IgoumenitsaUnsere Tage in Parga sind gezählt, also verabschiedeten wir uns, legten unser Zelt zusammen und machten uns auf den Weg nach Igoumenitsa. Kurz vor der Stadt: Tempolimit 20 km/h und am Straßenrand ein Mann mit einer roten Flagge, mit der er auch heftig wachelt. Wir nehmen ihn ernst und bleiben stehen. Vor uns endet die Straße und ein riesiges Schotterfeld breitet sich vor unseren Augen aus. Das hatte es vor 14 Tagen noch nicht gegeben!

Plötzlich stürzt der Mann mit der roten Flagge auf uns zu und schimpft ... wir sollen da nicht stehenbleiben, sondern weiterfahren! (Aha!)
Jeder Enduro-Fahrer hätte seine Freude mit dieser Baustelle, doch mit der schwer beladenen, ungelenkigen FJ da durchzufahren, ist kein Honiglecken. Mitten im Stanahaufen beliebt die TZR abzusterben. Beim Rollstart gerät sie in eine mit kleinem Schotter angefüllte Vertiefung und versinkt auch glatt bis zu den Felgen darin.

Internetcafe Netponio, Treffpunkt der JugendlichenDa wir aber auch schon burgenländische Baustellen gefahren sind, nehmen wir diese griechische von der heiteren Seite und genießen es, durch den Schotter zu driften.

Später sehen wir vom Hafen aus die neue Autobahn, die von Igoumenitsa nach Thesaloniki führen soll, die in Teilstücken schon befahren werden kann und in einem Jahr fertig sein soll. Sie soll den Wahnsinnsfahrten der LKWs über den Katarra-Paß ein Ende machen.

Igoumenitsa ist eine Hafenstadt und nur darauf ausgerichtet, die ankommenden Touristen, Trucker und Ladungen ins Land oder auf Fähren zu verteilen. Im Viertel, das an den Hafen anschließt, findet man zahlreiche Juweliere und Souvenierläden, an der Hafenpromenade Restaurants und das Internet-Café "Netponio". Hier kostet die Stunde 1.000,- GRD.

Solltest Du einmal so einem Sack begegnen ... da könnte Rudi drinstecken!Abends schauen wir uns in der fröhlichen Runde begeisterter Griechen ein Fußballspiel an, dann übersiedeln wir in den Hafen, wo wir die restlichen Stunden bis zum Sonnenaufgang auf unsere Fähre warten wollen. Die Nacht ist ziemlich kühl. Vom Imbißstand holen wir uns zwei Sessel, hüllen uns in unsere Schlafsäcke und verbringen die Zeit friedlich schlafend in Gesellschaft eines freundlichen Hafenhundes.

Als wir munter werden, ist unsere Fähre schon eingelaufen. Diesmal hat uns Anek-Lines eine kleinere geschickt: Die "F/B Sofokles".

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