Nekromanteion, Nekromandio oder

  "Das Totenorakel von Acheronta"


Die Ruinen von Nekromanteion ... die Helme stammen aus der Neuzeit.Irgendwie haben wir an diesem Tag absolut keine Lust, uns um die technischen Probleme der TZR zu kümmern und besteigen beide die FJ, um uns einen weiteren nah gelegenen "Stanahaufen" anzusehen: "Das Totenorakel von Acheronta".

Oberhalb des Dorfes Mesopótamo findet man gut beschildert die Ausgrabungsstätten, gleich nach der steilen Rechtskurve.
Vom Hügel blickt man hinunter auf den Fluß Acheron, der nach dem Glauben der alten Griechen eines der Grenzgewässer des unterirdischen Totenreiches (Hades) war. Deshalb erbauten sie eine Kultstätte, an der sich der "kleine Mann" aus dem Volke mit den Toten in Verbindung setzen durfte.

Das war allerdings mit einigem Aufwand verbunden.
Touristen im Labyrith.Der Pilger mußte sich zuerst in Bet- und Baderäumen einem Reinigungsritual unterziehen, sowohl körperlich als auch geistig, bei dem viel (vermutlich mit Schwefel) geräuchert wurde. In den anschließenden fensterlosen Kammern wurde Fleisch geräuchert, dabei wurde gebetet. Dann warf der Pilger einen Stein über seine linke Schulter, um den Einfluß des Bösen zu entfernen, und wusch sich die Hände.

Dermaßen geläutert und eingeraucht begab sich der Gläubige auf den Weg durch das Labyrinth, sieben Mal um die Ecke, abwechselnd rechts und links herum. Endlich stand er dann im eigentlichen Orakelraum und brachte den toten Seelen seine Opfer dar, um sie gütig zu stimmen und zum Erscheinen zu bringen.

Auffällig ist auf dem Lageplan der Räumlichkeiten die große Anzahl von Lagerkammern, in denen die einstigen Betreiber der Kultstätte wohl die Opfergaben gehortet haben. Bei den Ausgrabungen fand man auch eine Maschine, von der man annimmt, daß sie zur Erzeugung von Schatten diente ... falls sich einmal kein Geist aus dem Totenreich zeigen wollte.

Hier bereiteten sich die Pilger auf die Zeremonie vor.Die Kultstätte wurde von den Römern 167 v. Chr. niedergebrannt. Auf den Ruinen baute man im 18. Jhdt. das Kirchlein St. John the Baptist.

Geist ist uns keiner erschienen, lediglich ein paar andere Touristen.

Eintritt: 500,- GRD.


Am Vorplatz des Totenorakels.


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