Igoumenitsa - Triest

Morgenstimmung auf der Fähre vor TriestIn der morgendlichen Kälte weigert sich die TZR anzuspringen, doch die starken Männer der "F/B Sofokles V" schieben sie im Laufschritt über die Rampe und durch den gesamten Schiffsbauch, wo sofort ein Helfer zur Stelle ist, der die Kleine fachgerecht hinstellt, Seile holt und sie mit hübschen Schifferknoten festbindet. Dann nimmt er Tjaky die Handschuhe weg und schiebt sie zwischen Seil und Sattel, um diesen zu schonen. Genauso verfährt er mit der FJ. Unsere Gurte können wir diesmal getrost im Koffer lassen.

Die Sofokles ist wesentlich übersichtlicher als die große El. Venizelos. In ihren verwinkelten, aber geräumigen Gängen finden sich viele Plätze für jene, die nicht an Deck übernachten wollen.

Ein Hubschrauber über der Fähre kreisend? Was hat das zu bedeuten?Am Nachmittag nähert sich uns ein dunkler Punkt am Himmel, der sich als Hubschrauber entpuppt. Er kommt schnell näher, umkreist das Schiff dreimal und entschwindet dann wieder dem Land zu. Mancheinen befällt ein mulmiges Gefühl in Zeiten, wo Passagierflugzeuge ins WTC gesteuert werden, andere sehen den seltsamen Besucher als nette Abwechslung.

Da es eine laue Herbstnacht ist, beschließen wir, an Deck auf einer der fix montierten Bänke zu übernachten. Wieder schlafen wir tief und fest.

Kurz nach Sonnenaufgang teilt uns die nette Stimme aus dem Lautsprecher mit, daß wir bald in Triest einlaufen werden. Wieder erregt ein sich schnell näherndes kleines Schiff die Aufmerksamkeit der Passagiere. Es kommt sehr nahe an die Sofokles heran. Ein Mann klettert auf eine Leiter. Das Schiffchen fährt nun parallel zur Fähre. Der Mann greift nach einer Strickleiter, die an der Sofokles außenbords herabhängt, springt vom kleinen Schiff aufs große und verschwindet im Bauch der Sofokles. Ein filmreifer Stunt, der wohl zum Beruf dieses Mannes dazugehört.

Back in TriestDiesmal geht die Abfertigung schleppend vor sich. Im Hafen ist die Polizei präsent, auch auf der Treppe zum Ausgang der Fähre. Unsere Pässe interessieren sie nicht. Uns ist es recht.

Daß die TZR anspringt erwarten wir nicht - so wie sie sich in Igoumenitsa benommen hat. Aber Euer Majestät ist an diesem Tag gut aufgelegt und beliebt bei der Abfahrt auf der Rampe anzuspringen. Man glaubt es kaum! Wohlgelaunt, da der ganze Tag vor uns liegt und verspricht, schön sonnig zu werden, machen wir uns auf den Heimweg nach Wien.

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