Patras - Evia/Euböa

Von Patras fahren wir über die "Bridge" (Wegbeschreibung) nach Nafpaktos, wo wir uns erst einmal die Pullover vom Körper reißen und die Sonnebrillen auspacken. In morgendlicher Kühle fahren wir die uns bereits bekannte Strecke nach Itea und weiter über Delfi nach Thiva.

Gut beschildert finden wir den Weg zur Autobahn, die wir bis zur 4. Abfahrt benutzen wollen, doch gleich bei der ersten Abfahrt verspricht der Pfeil den Weg nach Chalkida (Halkida, Khalkida). Er geleitet uns nicht auf die Bundesstraße, sondern auf eine Nebenstraße.
Da hier alle Wege nach Rom … äh … Euböa führen, bleiben wir auf dem auf unserer Karte gelb eingezeichneten Straßerl, das etwas enger und schlaglochreicher, aber auch schön zu fahren ist.

So fühgen wir uns in Vathi wieder in den regen Hauptverkehrsstraßenverkehr ein, wählen den Weg über die neue Bridge (- es gibt auch noch den über die "Old Bridge" - ), halten uns in Chalkida eher rechts und finden ca. 15 km nach Chalkida in einer Linkskurve rechts die Einfahrt zum Camping Milos.

Es ist ruhig am Platz, an diesem Mittwoch gegen 21 Uhr. Außer uns ist noch eine Hand voll anderer Camper da. Die vielen abgestellten unbewohnten Wohnwägen gehören wohl den Athenern, von denen gesagt wird, dass sie hier auf der Insel ihre Wochenenden verbringen.


Analyse des Packproblems

Während wir bei unseren bisherigen Reisen stets Wochen vorher begannen, in einer Ecke der Wohnung alles aufzutürmen, was wir mitnehmen wollten, um es schließlich sorgfältig in unsere Motorradkoffer zu packen, reduzierte sich die Reisevorbereitung diesmal auf drei Tage, in denen auch noch alles organisiert und eingekauft werden musste, was fehlte. In der irrigen Meinung, dass wir doch schon so routiniert wären, das alles mit Links in ein paar Stunden zu schaffen, passierten dann die Fehler.

So blieb unentdeckt, dass im Reserve-Fotoapparat der Film fehlte und die Batterie leer war, es wurde nicht gesichtet, ob Dinge unnötiger Weise mehrfach mitgenommen wurden und die altbewährte Packordnung wurde umorganisiert. In Eretria stellten wir fest, dass wir drei Tuben Zahnpasta mit hatten, viel zu viel Gewand (zwei warme Pullis sind bei 30°C wirklich überflüssig), wir erstöberten in den Ecken unserer Koffer insgesamt sieben Paar Handschuhe (2 warme für's verregnete Österreich und 2 luftige für Griechenland alleine bei Tjaky) sowie zwei Ersatzluftmatratzen (weil auch in Orten am Meer Luftmatratzen in der Vorsaison nicht zum Standardrepertoire der Mini-Markets gehören). Dafür hatten wir den "Teppich" (Matte), der vor dem Eingang zum Zelt liegt, und einige andere nützliche Dinge vergessen - obwohl wir eine über Jahre ausgereifte Checkliste durchgegangen waren, die aber auch nicht jedes Detail beinhaltet.

Gut, dass man in Eretria alles bekommt! Und Mistkübel, um sich von Überflüssigem zu entledigen, gibt es auch!


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Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.


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