Wien - Patras (Herbst 2005)

Nach einer zügigen Fahrt durch Österreich und Italien mit Startzeit 7:20 Uhr in Wien kommen wir gegen 17 Uhr in Venedig im Hafen an.

Verwunderlich ist allerdings die Unflexibilität des Personals in der Imbissstube an der Tankstelle der Raststätte Wörthersee: Es gibt sowohl Gulasch als auch Frankfurter auf der Speisekarte. Würstel mit Saft sind jedoch nicht machbar.

Es herrscht bestes Bikerwetter und es gibt keine Aufenthalte wegen Unfall oder Stau. Diesmal haben wir uns nicht verfahren, sondern sogar eine bessere Zufahrt zum Fährenhafen gefunden: Man bleibt geduldig auf der Stadtautobahn von Venedig (von Udine bzw. Triest kommend), bis zur Ausfahrt SS11. Etwas verwirrend ist dann, dass die Straße selbst mit SR11 bezeichnet ist, aber das darf den Fähren suchenden Touristen nicht weiter stören.

In Venedig haben die Handyfonierer auf der Fähre noch Empfang. Draußen am Meer gibt es keine Verbindung, was manche Touristen schier verzweifeln lässt. Wir warten geduldig ab. Während am nächsten Tag vor Albanien die ersten Klingeltöne durch den Raum schwirren und die beruhigende SMS eintrifft, dass man sich wieder im Netz befindet, bemühen wir gegen 17:30 Uhr das an Bord befindliche Festnetztelefon, für das man sich eine Karte (6,- Euro) im Bord-Shop besorgen kann. Für kostengünstige 1 - 2 Euro können wir unseren Daheimgebliebenen ausführlich von unserer schönen Anreise nach Venedig und der Fährenfahrt berichten.

Neu auf der Anek-Line: Sobald man sich in griechischen Gewässern befindet, werden an Bord keine Zigaretten mehr verkauft. Also heißt es, sich noch vor Igoumenitsa einen ausreichenden Vorrat für die Nacht anzulegen, wenn man bis Patras fährt.

Auf der Lefka Ori der Anek Line bietet sich uns ein ähnliches Bild, wie schon auf der Rückreise aus unserem Frühjahrsurlaub: Ca. 200 Slowenen auf Bus-Gruppenreise nach Kreta. 12 Tage Party + Alkohol, ohne Rücksicht darauf, dass es auf der Fähre auch Menschen gibt, die, wie z.B. die "Truck-Driver", beruflich unterwegs sind, oder Motorradfahrer, die am nächsten Tag eine "heiße Tour" in Angriff nehmen und ausgeschlafen sein wollen.

Die erste Nacht ruhen wir noch gut im Gang vor dem Restaurant als Ersatz für einen Platz am Außendeck, denn das ist von den feiernden Slowenen "besetzt". In der zweiten Nacht ist auch dieses Plätzchen von den "musizierenden" Freunden hochprozentiger Getränke direkt aus der Flasche belegt. Bereits situationsgewandt erkundigen wir uns bei einem Steward nach einer ruhigen Schlafmöglichkeit, die er uns sofort am unteren Zwischendeck verschafft. So kommen wir halbwegs ausgeruht und ziemlich pünktlich gegen 7 Uhr Früh kurz vor Sonnenaufgang in Patras aus dem Fährenbauch.

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Alle Texte und Fotos, wenn nicht anders angegeben, © Tatjana Suchovsky und Rudi Benesch.



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