DAS NEUE OLYMPIA (4. 6. 2004)

Die kerzengeraden und rechtwinklig zueinander verlaufenden Straßen der künstlich in die Landschaft gesetzten Stadt sind sehr sauber und touristentauglich gestaltet. An vielen Stellen steht ein Stadtplan, abends beleuchtet, der das hilfreiche "You are here" nicht vermissen läßt. Die Hauptstraße präsentiert sich mit Souvenierläden, Juwelieren (ein zarter Goldring 90,- Euro, Handeln ist sicher möglich) und Lokalen, die allesamt - sogar die in den Seitengassen - hoch bemessene Preise für wenig Speis verrechnen. Nur in den kleinen Stehimbissbuden kommt man billiger weg - Qualität und Frische der Speisen lassen - zumindest in der Vorsaison - allerdings sehr zu wünschen übrig.

Die ganze Stadt strahlt "frisch gestrichen" aus (und "bitte nicht berühren" gleich dazu). Der neue EU-geförderte Bahnhof präsentiert sich im Stil eines antiken Tempels. An der großen Kreuzung vorne beim Hotel Olympia Palace wird eifrig gebaut. Die Parkanlage, in Terrassen angelegt, ist schon fertig. Der Strom der jährlich erwarteten 800.000 Touristen kann anrollen. Die Fremdenführer und Hoteliers stehen an der Startlinie.

Trotz dem deutlich gezeigten Willen der Stadtväter zur Verschönerung des Ortes haben wir das Gefühl, dass die alten Steine drüben am Ausgrabungsareal mehr Flair ausstrahlen als die neue Stadt, in der wir fast nichts mehr von der griechischen Gastfreundschaft zu spüren bekommen und wo wir das Gefühl nicht los werden, dass unser Essen nicht wie sonst in Griechenland mit Herz zubereitet wurde ... ja, sogar die Olive fehlt am Tsatsiki - wenn ihr versteht, was wir meinen.

Das neue Olympia ist keine Stadt, die zum Verweilen einlädt, sondern sich lediglich auf schnelles Durchschleusen des Touristenansturms spezialisiert hat.

Die einzigen, die völlig anders gesinnt waren, waren unsere Gastgeber Thusinidas Kosmopoulas und seine Frau, zwei vom alten Schlag, die den Campingplatz Diana leiten und mit ganzem Herzen für die Wünsche und die Zufriedenheit ihrer Gäste da sind.


Internetcafe Aiolos

An zwei Tagen versuchen wir, unsere drei wichtigsten Mailboxen einzusehen und Spam zu löschen. Normalerweise brauchen wir dazu eine Stunde. Doch die PCs im IC Aiolos scheinen von ihren Betreibern nicht mit Strom gefüttert zu werden, sondern mit Schlaftabletten. Alle paar Minuten bricht die Verbindung ab ... neu einloggen ... schauen ... löschen ... geht nicht ... Session beendet ... Verbindung unterbrochen. Wir verlassen die Lokalität und hoffen auf bessere Connection am nächsten Tag.

Aber auch da spielt sich nicht viel ab. In den fast zwei Stunden, die wir vor dem Monitor verbrachten, "arbeiteten" wir tatsächlich 1/2 Stunde. Der Rest der Zeit verging mit warten. Warten, bis die Seiten aufgingen, warten, bis Aktionen durchgeführt wurden und warten, bis das Servicepersonal den Server neu verbunden hatte.

Und wer glaubt, es hätte eine Entschuldigung oder einen Preisnachlass gegeben, täuscht sich! Übrigens: den Spam aus unseren drei wichtigsten Boxen zu löschen und den Papierkorb zu leeren, gelang uns im Internet-Cafe Aiolos in insgesamt 3 Stunden an zwei Tagen nicht.

20 Minuten 1,50 Euro, 1 Stunde 4,- Euro.

Das sind unsere persönichen Erfahrungen. Sollte jemand andere oder ähnliche gemacht haben, lasst es uns wissen - wir veröffentlichen eure Meinung ebenfalls gerne.

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