NAFPAKTOS - PARGA (10. 6. 2004)
In Nafpaktos verabschieden wir uns von Herbert und seinem Auto. Er möchte noch ein paar Tage die Ruhe am Camping Platanitis genießen, dann nach Volos und weiter hinauf nach Katerini. Herbert hat nämlich noch ein paar Urlaubstage mehr als wir.

Nun werden unseren "Eyes" die Schlafsäcke und das Zelt wieder aufgepackt, eine Arbeit, die wir uns bislang ersparen konnten, da dieses Gepäck im Auto mitfuhr.
Unsere Erfahrung aus einem Konvoy von zwei Motorrädern und einem Auto, welches immer zum Schluss fuhr: Es macht Motorradfahrern nichts aus, dass ein Auto mitfährt. Es hat neben dem Gepäck-Vorteil auch noch den, dass es nach hinten absichert. Einem Autofahrer könnte die Tour allerdings zu langsam sein, da Motorradfahrer - besonders in Griechenland - immer auf Sicht fahren müssen und ein Sturz wesentlich schneller passieren kann als in Österreich oder Deutschland.

Von Nafpaktos fahren wir die uns inzwischen sehr gut bekannte Strecke zurück. Landschaftlich beeindruckend ist nur das Stückchen vor dem Lisimachia-See, sonst geht die Route durch Ebenen, recht gerade, aber wir kommen schnell voran. Hier gibt es auch genügend Tankstellen und Restaurants entlang der Straße.

Wir speisen wieder in Amfilochia in einer der kleinen Hafen-Tavernen. Es hat sich nichts verändert - außer, dass an der Hauptkreuzung ein Kreisverkehr gebaut wurde. Es ist lustig zu beobachten, wie sich die LKWs mit Anhänger um die kleine, runde Verkehrsinsel quälen.



Nach Vonitsa biegen wir diesmal wieder auf die kleinere, gelb eingezeichnete Straße ab. Ein Schild verspricht, daß wir in 12 km beim "Aktio" wären. Das Straßerl ist etwas enger und kurvenreicher, aber ebenfalls gut befahrbar.

Nach einer Kurve steht plötzlich ein kleines Zigeunerkind mitten auf der Fahrbahn. Wieder einmal sind wir froh, mit gezügelter Geschwindigkeit unterwegs gewesen zu sein. Brems- und Ausweichmanöver gelingt. Dann sehen wir, dass sich rechts der Straße das Zigeunerlager befindet. Nicht auszudenken, was mit uns passiert wäre, wenn wir die Kleine angefahren hätten!!!

Die Durchfahrt durch den Tunnel begeistert uns immer wieder. Dieses Jahr brauchen wir nicht mehr durch die Ortschaft durch, sondern schwenken gleich auf die Bundesstraße nach Igoumenitsa ein.

Die 60 Kilometer bis Parga sind schnell geschafft. Wir sind froh, endlich am Ziel zu sein und ein paar Tage auszuruhen, ohne in den Sattel zu steigen.

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