Parga - Wien



unbürokratisch ausgestellter "Hotelvoucher" Noch in Parga haben wir Sophoklis von Kryoneri-Travel gebeten, uns ein Hotel nahe dem Ablegeplatz der Fähre mit hauseigenem Parkplatz zu besorgen. Sophoklis fällt sofort eines ein, er telefoniert kurz und übergibt uns ein Post-It. Mit unserem Hotel-Voucher (siehe Bild), den uns Sophoklis griechisch-unbürokratisch ausgestellt hat, in der Tasche machen wir uns gut erholt am vorletzten Tag unseres Griechenland-Aufenthaltes auf den Weg von Parga nach Igoumenitsa.

Die Computerspiel-Baustelle besteht nur mehr aus einer Sandpiste für den fließenden Verkehr. Die Baumaschinen bearbeiten bereits den neuen Asphalt daneben.

Hotel Oscar mit eigenem Kundenparkplatz.Wunschgemäß liegt in Igoumentisa das Hotel Oscar gleich gegenüber dem Anlegeplatz unserer Fähre, wunschgemäß hat es einen eigenen Parkplatz neben dem Haus, wo wir unsere Räder abstellen und Schlafsack sowie Zelt aufgepackt lassen. Es genügen die Zauberworte "Kryoneri-Travel" und "Rudi" (der Name, unter dem uns Sophoklis angekündigt hat), damit die freundliche Dame an der Rezeption Bescheid weiß und uns unseren Schlüssel aushändigt. Als Rudi sich versichern will, was sie für die Nächtigung nehmen würde, sagt sie "30,- Euro" (Sophoklis hatte uns 35,- Euro ausgemacht, an der Zimmertüre waren 48,- Euro angeschlagen).
Super!
Wir bringen das Notwendigste ins Zimmer und machen uns auf die Suche nach einem Internet-Café.

"All Times" Internet-Café in IgoumenitsaJenes, das wir auf unserer letzten Reise beschrieben haben, gibt es nicht mehr, denn die Lokale am Kai entlang wurden komplett renoviert und umgestaltet. Wir entdecken ein anderes - die Konkurrenz ist gleich nebenan. Da uns der Preis von 3,- Euro pro Stunde im "All Times" zusagt, fragen wir nicht lange weiter und surfen.
Die 5 Plätze sind durch Trennwände geteilt, die Verbindung ist akzeptabel, das Café hat bis Mitternacht oder länger geöffnet.
Zu finden ist es, wenn man an der Hafenpromenade (weg vom Fährenhafen) ca. zwei Drittel des Parks am Wasser entlang durchwandert hat, in einer schräg rechts verlaufenden Nebengasse auf der linken Seite.

Igoumenitsa wird in den Reiseführern immer als uninteressante Hafenstadt dargestellt.
Igoumenitsa Hafen mit Fähren mittlerer GrößeDie Kleinstadt (10.000 Einw.) hat lt. Dumont "dem Ankömmling kaum mehr als Geldwechsel-Möglichkeiten zu bieten" und man solle sie wegen ihres Lärms und ihrer Hektik möglichst rasch wieder verlassen. So unattraktiv findenwir sie allerdings nicht!

Eine Weile im Hafen den ankommenden und abfahrenden Groß- und Kleinfähren zuzusehen, ist für Binnenländler wie uns recht interessant. In der hübsch ausgebauten Fußgeherzone kann man in den Geschäften nach edlem Schmuck und origineller Bekleidung Ausschau halten. In den Seitengassen finden sich viele verschiedenartige Läden, die wir in anderen Städten vermißt haben.

Neue Parkanlage in IgoumenitsaDie Hafenpromenade wurde durch einen schön gestalteten, großen Park aufgeputzt, dem gegenüber allerdings die vielen verschiedenartigen Speiselokale durch unzählige Bars ersetzt wurden.
Da wir "unser" Restaurant nicht mehr vorfinden, essen wir in einer kleinen Gyros-Bude, die gerade einmal 24 Sitzplätze an 6 Tischen anbietet, einen hübsch garnierten Gyros-Teller und Bauernsalat. Mit zwei Getränken zahlen wir 7,50 Euro, sind beide satt und geschmeckt hat's auch!

Vor der Polizei-Hauptstation entdecken wir vier hübsche, weiße polizeieigene Suzukis mit Blaulicht und Funkgerät. Mit einem wohl etwas lüsternen Blick treten wir näher, um uns die feschen Motorradln genauer zu besehen. Da springt ein Polizist aus dem Eingang heraus, wachelt wild mit den Händen und schreit gebieterisch: "You can't hire them! You can't hire them!"

Bei unserem Abendspaziergang decken wir uns bei einem Bäcker noch mit einigen süßen Nachspeisen ein, die wir im Hotel zum Betthupferl machen.

Die Sophocles der Anek-LineAusnahmsweise wie geplant fahren wir am nächsten Morgen auf die Sophokles der Anek-Line und mit ihr zurück nach Triest. Tatsächlich bekommen wir auch dieses Jahr wieder die 3%ige Rückvergütung in Form eines Gutscheines, den man in der Bar, im Restaurant oder im Shop einlösen kann.

Das Service der Anek-Line hat sich gegenüber der letzten Jahre stark verbessert. Es stehen diesmal auf beiden Fahrten genügend Stühle und ein paar Liegen zur Verfügung, der Swimming-Pool ist geöffnet und auf den Toiletten findet sich immer wieder Klopapier. Das Personal ist freundlich und willig (ausgenommen der Zahlmeister, als Rudi ihn um die Rückvergütung bat).

Unterwegs begegnet uns auch ein Rudel Delphine, die neben der großen Fähre winzig klein wirken.

Triest haben wir am nächsten Morgen schnell hinter uns. An der Grenze frühstücken wir in einer kleinen Bar - das ist billiger als auf der Fähre.
Als Rudi in der Bar im Vorbeigehen vier italienische Zollbeamte grüßt, werden diese bamstig und fragen ihn unwirsch, ob er irgendwelche Probleme hat. Was lernen wir daraus? Mit italienischen Zöllnern macht man es als Biker wie die pargaianischen Hafenhunde mit den Touristen: man ignoriert sie - außer, sie befinden sich im Dienst an ihrer Grenzstation.

Abgeschossen!Die Rückfahrt über Sloweniens Autobahnen ist wieder ein richtiger Genuß.
Abgesehen von dem Papiersackerl, das über die Fahrbahn flattert. Da hat sich wohl wieder der 7. Sinn bemerkbar gemacht, als Tjaky beim nächsten Tankstop einen gezielten Blick auf die Stoßdämpfer wirft und den Mist entdeckt!

Vor der österreichischen Grenze gehen wir Mittagessen in der Raststation. 2 Mal Civapcici mit Pommes + 1 Kaffee + 1 Cola ~ 15,- Euro. Wir sind wieder in heimischen Gefilden!!!

Gleich nach der österreichischen Grenze verdichtet sich der Verkehr auf das doppelte, wenn nicht dreifache. Aus mit ruhigem Dahingleiten! Wir merken sofort, daß wir wieder im Lande der gestreßten Spinner, Drängler und Schneider gelandet sind.
Unglaublich, daß es die Dosentreiber allesamt schaffen, einem orangenen Hütchen, welches sich auf den 2. Fahrstreifen verirrt hat, auszuweichen, ohne sich in eine Massenkarambolage zu verwickeln!

TjakyRudi

Bis kurz vor Wien geht sonst alles klar. Als wir in die kühle Großstadt samt leichtem Herbstregen einfahren, würden wir am liebsten sofort wieder umdrehen - zurück nach Griechenland! Selbst, wenn es dort regnet, ist es allemal wärmer und gemütlicher!

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von den Betreibern der Bikerwelt, Tjaky und Rudi
www.bikerwelt.at


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