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ECKERL FÜR NEU- UND WIEDEREINSTEIGER

Die Hausstrecke als Perfektionstraining

Auf ihr kennst du jeden Kanaldeckel, jede Bodenwelle und jede Kurve. Du weißt auf die Minute genau, wann der Huber-Bauer mit seinem Traktor aufs Feld fährt und die Katze von der alten Resi-Tant den Kater im Haus gegenüber besucht. Oft ist die Hausstrecke deshalb langweilig zu fahren. Du willst heim, deine Gedanken umschwirren bereits das häusliche Geschehen, Abendessen, Kinder, Schule, Schwiegermutter - was auch immer. Die Unaufmerksamkeit läßt es schnell zu einem Unfall kommen.

Gerade die Hausstrecke braucht nicht langweilig zu sein! Wähle dir einen Startpunkt. Von dort an beginnst du die Fehler zu zählen, die du auf dem dir so bekannten Stück Straße machst.

Stelle dir Sonderaufgaben:

  • Keinen Kanaldeckel überfahren, sondern mit einem möglichst kurzen Schwenk rechts oder links daran vorbei. Vor dem Schwenkmanöver den Blick in den Rückspiegel nicht vergessen!
  • Geschwindigkeitsbegrenzungen exakt einhalten, nicht schneller und nicht langsamer werden - dabei möglichst nicht ständig auf den Tacho schauen, sondern Unregelmäßigkeiten "spüren".
  • Berühre keine Bodenmarkierungen - bei aufeinanderfolgenden Geradeauspfeilen versuche, die Pfeile im Slalom zu durchfahren. Natürlich zuerst der Blick in den Rückspiegel und nur dann wedeln, wenn sich hinter dir kein Fahrzeug befindet, dessen (ev. uniformierte) Insaßen sich durch deine Kurvenübungen irritiert fühlen könnten.
  • Versuche Kurven perfekt zu durchfahren und sauber und zügig zu schalten.
  • Stelle dir selbst Aufgaben.

Zähle auch die kleinsten Fehler, die dir auf dieser Strecke passieren und versuche das nächste Mal, weniger zu machen.

"Kommentiertes Fahren"

Eine weitere Methode, um langweilige Strecken interessanter zu machen, ist das "kommentierte Fahren", bei dem du dir selbst erzählst, was du im Verkehrsgeschehen beobachtest und das möglichst detailliert. Nein, nicht nur in Gedanken, sondern tatsächlich laut sprechen (ev. vorhandene Gegensprechanlage abschalten).

1. Steigerungsstufe: Du baust mit ein, "was alles passieren könnte". Ich mache das öfters und muß immer lachen, wenn "es" dann tatsächlich passiert, wie unlängst auf der Tangente, als ich in die Ausfahrt einschwenkte und überlegte: "Da könnte doch noch einer eine Blitzentscheidung treffen und über die Sperrlinie rausfahren" - und prompt passierte es!

Da du durch diese Selbstgespräche im Laufe der Zeit grundsätzlich vorausschauender fährst und dieses "was könnte" bald zur Routine wird, bist du auf die Dummheiten anderer vorbereitet und schreckst dich nicht, wenn "es" tatsächlich passiert. Der Schreck ist ja der größte Feind des Motorradfahrers - besonders für Einsteiger!

2. Steigerungsstufe: Du erzählst auch noch, was du tun würdest, wenn es passiert (nun mußt du schon ganz schön schnell reden können, besonders wenn du in einer Großstadt unterwegs bist!). Hier übst du die Entscheidung zwischen bremsen, ausweichen oder flüchten.

Auf eine Notbremsung vorbereitet zu sein, bedeutet eindeutig kürzerer Bremsweg, da verringerte Reaktionszeit.

Den rettenden Kurzschwenk hast du bereits auf der Hausstrecke mit den Kanaldeckeln geübt.

Zur Flucht bieten sich zwei Dinge an: Geschwindigkeit oder Weg.
Ein resoluter Dreh am Gasgriff hat uns schon oft aus brenzligen Situationen befreit (und sch.... drauf, wenn da gerade ein Radar steht! Dein Leben und deine Gesundheit ist mehr wert als eine Geschwindigkeitsübertretung!).

Spontan einen guten Fluchtweg - auch wenn er im Sturz endet - zu finden, ist wesentlich schwieriger.
Besser rechts hinaus aus der Kurve (wo ein Abgrund gierig seinen Rachen aufreißt) oder links hinüber, wo Gegenverkehr droht?
Lieber das "Hoppala mit Au" über die Verkehrsinsel oder geht es sich vielleicht rechts zwischen den beiden Bäumen aus?
Bei einem Unfall auf der Autobahn über den Pannenstreifen (auf dem jedoch Fahrzeugteile liegen könnten) am Crash vorbei oder doch lieber das Radl im frisch geackerten Feld hinlegen?

Auge und Hirn müßen trainiert werden, um gute Fluchtwege zu entdecken.

Mögest du gut geübt sein - aber die Übung nie brauchen!


© Copyright by Tatjana Suchovsky & Rudi Benesch
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