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BIKERSZENE ÖSTERREICH

MOTORRAD FAHRENDE VEREINIGUNGEN CONTRA FREEBIKER

Peppi sitzt zu Hause am PC und durchstöbert das Internet. Er will mehr wissen über die verschiedenen MCs und Clubs, denn so ganz blickt er sich durch die Flickenwelt der Biker-Szene nicht durch. Da findet er folgendes …

"MCs" und "alles andere"

In der Biker-Szene gibt es prinzipiell zwei Arten von Motorrad fahrenden Vereinigungen: die MCs (Motorcycle Club, stets aber nur in Kurzform benannt) und "alles andere", was sich - vereinspolizeilich gemeldet oder nicht - gemeinschaftlich unter einem gewählten Namen durch die Landschaft bewegt.

In Gesprächen oder Postings ist es wichtig, auf diesen Unterschied zu achten und nicht mit einer allgemeinen Bezeichnung wie "Club" oder "Verein" alles in einen Topf zu werfen. Ein MC ist nun einmal etwas anderes als "alles andere". Das ist eine Tatsache, an der sich in den nächsten Jahrzehnten nichts ändern wird.

"Alles andere" sind z. B. MFG (Motorradfahrgemeinschaft), MRK oder MRC (Motorradclub, Motorrad-Racing-Club, Motorrad-Reise-Club), MV oder MRV (Motorrad-Verein), MSC, MRSC bzw. MSV (Motorrad-Sportclub bzw. -verein), MSt oder BSt (Motorrad- oder Bikerstammtisch), MRF (Motorradfreunde), BC (Bikerclub), MVC (Motorrad-Veteranen-Club), TFC (Tourenfahrer-Club), CF (Chopperfreunde), MIG (Motorrad-Interessensgemeinschaft) … der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

"Alles andere" kann gegründet und aufgelöst werden, wie und wann es will, kann aus mindestens zwei Personen bestehen ( - siehe MFG WWW, die wohl kleinste Fahrgemeinschaft Österreichs, kleiner dürfte sie wirklich nicht mehr sein), kann einander treffen wo und wie unregelmäßig es will, braucht kein Clubhaus, kann sich Regeln aufstellen oder nicht und kann neue Mitglieder gleich als Vollmitglied aufnehmen.

All diese Freiheiten sagen jedoch nichts über den persönlichen Zusammenhalt oder die intensiven Freundschaften in dieser Gruppe aus oder wie leicht es ist, in die Gruppe aufgenommen zu werden. Es kann eine ganz lockere Vereinigung sein oder eine mit einer Vereinsstruktur, die nahe an die eines MCs herankommt.

Und so frei es bei "allen anderen" auch zugeht, eines darf so eine Motorrad fahrende Gemeinschaft genauso wenig wie ein Freebiker: Sich einfach ein dreiteiliges Rückencolour aufnähen und damit in der Öffentlichkeit herumfahren.

Die Gründung eines MCs ist eine langwierige Angelegenheit. Er muss in Österreich aus mindestens 6 männlichen Mitgliedern bestehen und er sollte bestrebt sein, sich ein eigenes Clubhaus zu schaffen und zu erhalten. Man trifft einander verpflichtend zu festgesetzten Zeiten, manchmal sogar mehrmals in der Woche. Außerdem sind noch andere, mehr oder weniger streng gehandhabte Regeln einzuhalten, was wiederum damit zusammenhängen kann, ob sich der MC mit einer Dachorganisation zusammengeschlossen hat.

Unter den MCs gibt es manche, die keinen großen Wert darauf legen, mit "Szene-Frischlingen" in Kontakt zu treten. Andere wiederum sind sehr offen und freuen sich, wenn neue Gäste in ihr Clubhaus kommen.
Einem MC einfach beizutreten, ist nicht möglich, denn dazu ist eine oft mehrjährige "Probezeit" zu absolvieren.

Ein MC ist eine ganz eigene Gruppe von Bikern, die das Motorrad fahren + das Clubleben in einer Einheit zu einem der wichtigsten Dinge, wenn nicht sogar zu dem Wichtigsten in ihrem Leben erklärt haben. Ihre Lebensphilosophie zu verstehen, ist besonders für einen Szene-Neuling fast unmöglich.
Deswegen bleiben sie gerne unter sich, vor allem in ihrem Clubhaus, aber auch auf Bikerfesten.

Trotzdem ist es durchaus möglich, die Members eines MCs näher kennen zu lernen, wenn man sich vorab über die Gepflogenheiten und Regeln der Szene informiert, sie respektiert (was nicht heißen muss, dass man sie persönlich für gut befindet) und mit einer gesunden Portion Höflichkeit an sie herantritt (was eigentlich selbstverständlich wäre).

Wer macht was?

Sowohl in Clubs als auch bei MCs gibt es Ämter (im Vereinsgesetz "Organe" genannt), also Aufgaben, die bestimmte Mitglieder übernehmen, bei denen sie jedoch von allen anderen Mitgliedern unterstützt werden.




Der Präsident (auch Präsi, Pres o.ä.) ist Gesamtkoordinator mit gewissen Führungsaufgaben und Ansprechpartner für alles, was den gesamten Club oder MC betrifft.
Der Vicepräsident (oder Vice) ist sein Stellvertreter.
Der Secretary ist für den Schriftverkehr, für Protokolle und im Fall der Fälle auch für die Medienbetreuung zuständig.
Die Sergeant at Arms (Security) ist für die Sicherheit zuständig, sei es am Platz, im Clubhaus oder auf Tour.
Der Road Master oder Road Captain ist für die Planung und Durchführung von Touren verantwortlich und fährt im Konvoi meist an erster Stelle. Willst du bei einer gemeinsamen Ausfahrt mitfahren, ist er der Ansprechpartner für all jene, die noch nicht so gut mit dem Motorrad umgehen können. Erfahrungsgemäß reiht er Neulinge gleich hinter sich ein, um das Tempo der Gruppe an das des schwächsten Fahrers anpassen zu können.
Der Kassier (auch Treasurer) verwaltet Einnahmen und Ausgaben und hat ein kräftiges Wort mitzureden, wenn Ausgaben geplant werden.
Ein Member ist ein Mitglied.

Manchmal, meist bei MCs, kommen noch zwei Positionen dazu:
Die des "Hangaround", die erste Stufe, um Mitglied zu werden und der "Prospect", der meist ein unvollständiges Colour am Rücken trägt. Beide haben noch keine Entscheidungs- oder Auskunftsbefugnis, was Fragen zum Club angeht.


Freebiker

In Österreich gibt es ca. 300.000 Motorradfahrer. Zirka 6 % sind bei einer Motorrad fahrenden Vereinigung. Alle anderen sind sog. "Freebiker". Die meisten wissen es nicht einmal.

Die Urform des Freebikers ist der Alleinfahrende, der auf seinem Motorrad das Land durchstreift, frei zu rasten und zu ruhen, wo es ihm gefällt und frei zu fahren, wohin es ihn dünkt, ohne an andere Motorradfahrer gebunden zu sein und mit ihnen Rücksprache halten zu müssen.

Besucht so ein Freebiker ein Bikerfest, sollte er auch als solcher erkennbar sein. Findige Geschäftsleute kreierten zwei Aufnäher, geschwungen wie ein Band. Das eine trägt den Schriftzug "Freebiker" und das andere den Namen des Landes, in dem der Träger beheimatet ist (also z.B. "Austria" oder "Germany").
Näht man die beiden auf den Rückenteil einer Jacke oder Weste, bleibt dazwischen genügend Platz für einen starken Tigerkopf, Adler oder ähnliches Getier, welche der Handel ebenfalls anbietet.

Diese Art der Freebiker-Beschriftung ist von der Szene nicht gerne gesehen. Die Sache ähnelt zu sehr dem dreiteiligen Rückenschmuck der MCs. (Mehr darüber im Kapitel "Kutte").
Auch einen Club zu gründen, der das Wort "Freebiker" im Namen trägt, ist ein Widerspruch in sich selbst. Denn: Was sind sie nun? Freebiker oder ein Club?

Also: Wer sich als Freebiker in der Szene deklarieren will, greife nicht zu den Angeboten des Handels, sondern mache das auf eigene, freie, selbst gestaltete Weise.

So nicht:

Besser so:

Oder: Komm in deiner normalen Motorradfahrer-Kluft, sei sie aus Textil, Leder, ein- oder mehrteilig. Jeder wird dich auch ohne buntem Jeans-Jackerl willkommen heißen, wenn du dich gemäß der (ungeschriebenen) Regeln verhältst.

     

© Tatjana Suchovsky 2005

 
Die Idee
Peppis erstes Bikerfest
Von Bikern, Rockern und Motorradfahrern
Pepis Wochenenden

Ein Teil der (ungeschriebenen) Regeln

Motorrad fahrende Vereinigungen contra Freebiker

MCs (Motorcycle Clubs)

(Frau + Motorrad): Szene/Bundesland ≠ MC

Die Kutte
Bikerspiele
Von Bikerfesten und anderen Events
Terminkalender, Zeitschriften und Internet
Ein neuer Club entsteht




© Copyright by Tatjana Suchovsky & Rudi Benesch
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