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BIKERSZENE ÖSTERREICH

VON BIKERFESTEN UND ANDEREN EVENTS

Dem Peppi gefallen Bikertreffen! Da erzählen sie von ihren Touren, von ihren Schraubereien - da kann man viel lernen. Er hört aber auch von ihren Unfällen und Verletzungen - das ist weniger schön, aber man kann daraus auch was lernen, findet der Peppi. Aber so ganz, muss sich Peppi eingestehen, blickt er sich bei den Biker-Veranstaltungen noch nicht durch. Deshalb wollen wir ihm hier etwas darüber erzählen.

Bikerfeste

Hier kommt es auf den Veranstalter, die Größe des Festes und die Lage des Areals an.

Wird ein Treffen von einem MC organisiert, ist mit zahlreichen MCs als Gästen zu rechnen.
Eine kleine Faustregel: Je mehr schwarzes Leder bei einem solchen Festl zu sehen ist, umso MC-orientierter sind die Kontakte des Organisators.
(Ausgenommen von dieser Regel sind Harley-Davidson-Treffen. Die Besitzer dieser Marke bevorzugen ebenfalls schwarzes Leder, wobei es sich nicht um die Mitglieder eines MCs handeln muss, jedoch kann. - "Aha", seufzt Peppi. "Ganz schön verwirrend!")
Ein Szene-Neuling, der mit gewissen Umgangsformen von MCs nicht vertraut ist, könnte sich unter all dem schwarzen Leder eventuell nicht wohl fühlen.
MFGs, BSts, MSCs und all die "anderen" sind meist geselliger und nehmen einen "Neuen" schneller in ihre Runde auf. Also: Je bunter das Bikervolk, umso kontaktfreudiger ist es erfahrungsgemäß.

Manche Veranstaltungsareale liegen in der Stadt oder am Stadtrand. Zum Fest erscheint dann auch gerne die breite Bevölkerung unter dem Motto: "Gemma Biker schauen!" Mit Kinderwagen, Baby, Wuffi und Opa bevölkern sie stark behindernd die Fahrwege, da sie nicht wissen, dass es unter Motorradfahrern üblich ist, dass Fußvolk spontan auf die Seite spritzt, wenn es ein mehr oder weniger dezentes "Brumm Brumm" hinter oder neben sich hört. So ist es möglich, zügig durch eine Masse versierter Festbesucher zu fahren, ohne dass jemand angefahren wird.

Liegt der Festplatz außerhalb der Stadt oder gar irgendwo in der Einöde, kann man sich ziemlich sicher sein, dass der, mit dem man gerade plaudert, ebenfalls ein Motorradfahrer ist.

In den letzten Jahren expandierten manche Bikertreffen zu Großveranstaltungen. Gute Feste, einst als Geheimtipp unter vorgehaltener Hand weitergegeben, zogen mehr und mehr Besucher an. Die Veranstalter fühlten sich verpflichtet, mehr und mehr zu bieten. Weil ein Club ein umfangreicheres Programm bot, wollten andere um nichts nachstehen. Live-Musik bereits am Nachmittag und abends sowieso, Helikopterrundflüge, Bungee-Springen, Burn-Out-Stand, Trial- und Stunt-Show, Bikerspiele, Tattoo-Show, Bike- und sonstige Prämierungen, Mitternachtseinlage (männlich und weiblich), sowie zahlreiche Gastro-Angebote und Standler werden heutzutage von denen, die es nicht mehr anders kennen, als normal empfunden.

All das zu organisieren und vorzufinanzieren, kostet eine Lawine und die Veranstaltung muss großflächig beworben werden, um zumindest so viele Besucher anzuziehen, dass wenigstens die Unkosten eingespielt werden. Eine Tragödie für den Veranstalter, wenn das Fest im Regen ersäuft und das Gelände leer bleibt! Auf so einer Großveranstaltung wirst du als Neueinsteiger - schönes Wetter vorausgesetzt - viel Spaß haben und kannst allerhand Motorrad fahrendes, aber auch schauendes Volk kennen lernen.

Steht im Veranstaltungstitel "internationales" Bikertreffen, ist mit Gästen aus dem Ausland zu rechnen.

"Back to the Roots"-Treffen

Hier wird "Benzin geplaudert" und wie anno dazumal gefeiert, ohne großes Rahmenprogramm. Die Würstel werden über dem Lagerfeuer gebraten, Musik kommt - wenn überhaupt - aus der (Steck)-Dose oder aus der eigenen Kehle, vielleicht noch aus den Instrumenten, die die Gäste mitgebracht haben. Für solche Treffen gibt es meist keine großen Werbeaktionen und die Besucher sind einander aus früheren Jahren gut bekannt.

Marken-, Gespann-, Trike-, Oldtimer- und Lady-Treffen bzw. -Touren

Wie die Titel dieser Events verraten, trifft hier einander eine bestimmte Gruppe. Manche dieser Events sind offen für alle, bei anderen will man lieber unter sich bleiben. Vor dem Besuch eines solchen Treffens empfiehlt es sich, sich genau zu erkundigen, ob "all bikers welcome" sind oder es sich um eine eher geschlossene Veranstaltung handelt, sonst kann man als nicht zur Gruppe passender böse Überraschungen erleben (z.B. nicht eingelassen werden, fernab vom Festgelände parken müssen, bei der gemeinsamen Ausfahrt unerwünscht sein, oder ähnliches)!

Offene Clubabende

Die beste Gelegenheit, um die Mitglieder einer Motorrad fahrenden Vereinigung kennen zu lernen, bietet sich bei offenen Clubabenden, doch würden wir einem Szene-Neuling nicht empfehlen, gleich bei einem MC zu beginnen, solange er nicht mit den Gepflogenheiten in der Szene vertraut ist, MC mit MFG verwechselt und er einen Prospect fragt, ob er der "Chef der Truppe" ist.

In deiner Umgebung gibt es sicher ein paar "andere" Clubs, die du durchaus an ihren Clubabenden oder Stammtischrunden besuchen kannst. Auf diese Art lernst du auch die verschiedenen Interessen der Clubs kennen: Die einen lieben es, in der clubeigenen Werkstatt an ihren Rädern zu schrauben und geben ihr Wissen auch gerne an andere weiter, andere trainieren Stunts auf abgesperrten Flächen unter besonderen Sicherheitsbedingungen, wieder andere organisieren gemeinsame Ausfahrten oder Auslandstouren und wieder andere unternehmen auch anderes gemeinsam (wie Kegelabende oder Skifahren).
Durchaus möglich, dass dir eine Partie sympathisch ist und du dich ihnen anschließt oder nur von Zeit zu Zeit etwas mit ihnen gemeinsam unternimmst.

Motorradsegnungen

So ernsthaft, wie der Titel dieser Veranstaltungen anmutet, sind sie meist nicht, schon gar nicht, wenn der Pfarrer selbst Motorrad fährt. An einen stark gekürzten Gottesdienst schließt sich die Segnung von Fahrer/innen und Fahrzeugen an. Entweder finden Motorradsegnungen im Rahmen einer größeren Veranstaltung statt oder es gibt im Anschluss noch ein gemütliches Beisammensein (inkl. Pfarrer).

Partys

finden meist im Clubhaus einer Motorrad fahrenden Vereinigung statt. Manchmal ist hier Voranmeldung erwünscht oder verlangt.

Gemeinsame Ausfahrten

bedeutet im Pulk fahren und das, so lange, wie die Tour dauert und in dem Tempo, das die meisten der Teilnehmer bevorzugen. Manchmal gibt es mehrere Gruppen: von den sportlichen Fahrern bis hin zu den sog. "Blumenpflückern", also der gemütlichen Partie. Bei routinierten Veranstaltern wird der Konvoi von einer Security, den sog. "Gelbjacken", begleitet, die zumindest die stark frequentierten Kreuzungen absichern, um zu verhindern, dass sich Autofahrer in die Bikerkolonne drängen.

Planst du bei einer solchen Ausfahrt mitzufahren, erkundige dich zuerst (am besten beim "Road Master" oder einem Club-Mitglied), in welchem Tempo die Tour geführt wird, wie lang sie ist, wie lang die einzelnen Etappen und Pausen sind, sowie nach den Regeln beim Fahren in dieser Gruppe.

Im Pulk zu fahren, kann aber auch zur Leidenschaft werden. Während das einzelne Motorrad oft von zweispurigen Verkehrsteilnehmern als fahrendes oder stehendes Hindernis angesehen wird, löst ein Konvoi von Motorradfahrern bei der Bevölkerung immer großes Interesse aus. Da wird gewunken und bewundert. Da werden materielle Werte bewusst. Da staunen und beneiden sie.
Und der Einzelne im Pulk ist Teil eines Ganzen, das sich (hoffentlich) wohlgeordnet durch die Landschaft bewegt und Zusammenhalt demonstriert.

Benefizfahrten


Am Treffpunkt der Toy-Run: Hier kannst du wirklich viele Motorradfahrer kennenlernen!

Diese sind eine gute Gelegenheit, um andere Motorradfahrer kennen zu lernen, denn die Teilnehmer spannen sich meist vom Freebiker bis zum MC. Allerdings ist eine solche Veranstaltung außer mit einer Spende für den guten Zweck meist mit einer Konvoifahrt verbunden - für jemanden, der frisch aus der Fahrschule kommt, eine recht mühsame Sache. Das Tempo könnte zu schnell sein, es wird mit wenig Abstand gefahren und auch hier gelten die Regeln für das Fahren in der Gruppe. Meist ist es aber auch möglich, sich erst am Zielort mit dem Pulk zu treffen oder sich einer langsamer fahrenderen Gruppe anzuschließen.

Das Schöne an so einer Benefizfahrt ist, dass man "selbst" seine Spende zum Empfänger bringt und die Menschen, denen sie zugute kommt, kennen lernt, ihre Freude miterlebt und unbeschreibliche Eindrücke mit nach Hause nimmt.

Dass bei Benefizveranstaltungen die Abrechnung der eingeflossenen Gelder unterschiedlich gehandhabt wird, ist nichts Neues. Erkundige dich daher genau, wie viel (das gesamte eingenommene Geld oder die Summe nach Abzug der Unkosten = Reinerlös) wofür an wen weitergegeben wird und wie die Abrechnung eingesehen werden kann. Ein ehrlicher Veranstalter wird kein Problem damit haben, seine Abrechnung offen zu legen.

Fahrsichrheitstrainings

ÖAMTC, ARBÖ, Fahrschulen und andere Organisationen bieten ein- oder mehrtägige Fahrsicherheitskurse an. Obwohl wir schon die Meinung gehört haben, dass so ein Training die Unfallgefahr steigert, weil sich somancher Fahrer danach zu sicher fühlt, ist es nur zu empfehlen.
Die Veranstaltungen der Autofahrerclubs laufen meist nach einem fixen Programm ab. Spielraum für "eigenes Experimentieren" bleibt da kaum. Anders z.B. beim Fahrsicherheitstag der Plattform Motorrad. Dort konnte am Nachmittag der Platz benutzt werden, um nach eigenem Ermessen das Fahrkönnen zu perfektionieren.

Sollte es zum vereinbarten Termin regnen, lass dich nicht von der Teilnahme abhalten. Unserer Erfahrung nach sind solche Fahrsicherheitstrainings am interessantesten und lehrreichsten.

Kontakt ist hier schnell gefunden und man sollte sich nicht wundern, unter den Teilnehmern somanchen weitgereisten Tourenfahrer zu treffen.

      

Egal bei welchem Event: erkundige dich immer genau nach dem Veranstalter!
Profitgierige Geschäftemacher haben die Motorradfahrer als zahlungsfähige Gruppe entdeckt und organisieren unter dem Deckmantel eines Bikerfestes rein kommerzielle Events mit stark überhöhten Preisen, wobei sie sich, selten aber doch, im Veranstalternamen als Club tarnen. Wenn bei einem Treffen nicht nur ein mehrsterniges Hotel als Nächtigungsmöglichkeit angeboten wird, sondern auch eine Wiese zum gratis Campen, wenn sich die Kosten für die Teilnahme an der gemeinsamen mehrstündigen Tour im Bereich einiger weniger Euros halten und am Programm ohne oder zu geringem Eintrittspreis teilgenommen werden kann, kann angenommen werden, dass der Veranstalter, auch wenn kommerziell orientiert, tatsächlich bikerfreundlich und nicht bikerausbeutend gesinnt ist.

 

Feste, Flohmärkte und Straßenfeste von Motorrad-(Zubehör)-Geschäften

Hier ist der Veranstalter garantiert ein Kommerzieller und an Profit interessiert, doch kann man auch bei diesen Gelegenheiten andere Motorradfahrer treffen und am Buffet über dies und das plaudern. Als Zugabe finden sich immer Schnäppchenangebote, mit denen man seine Ausrüstung nach und nach preisgünstig verbessern kann.

"Ah, jetzt kenn ich mich aus", freut sich der Peppi. "Aber wo bekomme ich die Termine her?"

     

© Tatjana Suchovsky 2005

 
Die Idee
Peppis erstes Bikerfest
Von Bikern, Rockern und Motorradfahrern
Pepis Wochenenden

Ein Teil der (ungeschriebenen) Regeln

Motorrad fahrende Vereinigungen contra Freebiker

MCs (Motorcycle Clubs)

(Frau + Motorrad): Szene/Bundesland ≠ MC

Die Kutte
Bikerspiele
Von Bikerfesten und anderen Events
Terminkalender, Zeitschriften und Internet
Ein neuer Club entsteht




© Copyright by Tatjana Suchovsky & Rudi Benesch
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