Die Inhalte dieser Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Veröffentlichung in einem anderen Medium (auch auszugsweise) bedarf der schriftlichen Zustimmung der Seitenbetreiber.

Tjaky & Rudi
 
office@bikerwelt.at      
 
  NEWS
News-Archiv
 
  Niederösterreich
Niederösterr. - Burgenld.
Niederösterr. - Steiermark
Salzburg
Salzburg - Kärnten
Salzburg - Oberösterreich
Salzburg - Tirol
Salzburg - Steiermark
Oberösterr. - Steiermark
Kärnten
Wien

Griechenland 2007
Griechenland 2006
Griechenland 2005
Griechenland 2004
Griechenland 2003
Griechenland 2002
Griechenland 2001
Griechenland 1999
Bikerclubs Griechenland
 
  Bikerszene in Österreich
Clubs, Vereine, ...
Dachorganisationen
Events-Berichte
Biker-Benefiz Nachlese
Fahren im Konvoi
Motorradkalender

Bikerwelt-Aufnäher
 
  Sicherheitstipps
Schutzkleidung
Anhalte-/Überholweg
Neueinsteiger-Eckerl
Gefahren
Verkehrszeichen
Bastelstunde
Buchtipps
Bikerfreundliche Betriebe
Puzzles
Fotoimpressionen
Bikerwitze
Comix
An den Pranger
Tattoo
Forum
Grusskarten
Gästebuch
 
  Pioniere der Schotterstraße
Das Tagebuch
Italien 1956
 
  Touren-Links
Priv. Biker-Sites
Firmen
Organisationen
Motorrad-Recht
Wetter
Zeitschriften online
Linktausch
 
  Verkehr
Tourismus
 
  Wir
Unsere Motorräder
Geschichte der Bikerwelt
Pressespiegel
e-mail
Impressum
   
  seit 17.4.2000




BIKERSZENE ÖSTERREICH

PEPPIS ERSTES BIKERFEST

An einem Freitag im Mai holt sich Peppi, der eben erst den A-Schein gemacht hat, sein neues Motorrad vom Händler ab. Samstag Vormittag macht er sich auf zur großen Tour, schön vorsichtig, immer der Nase nach und alleine, weil er keinen kennt, der auch Motorrad fährt.

Auf der Bundesstraße überholt ihn ein Pulk Chopperfahrer, mit langen Bärten, in schwarzem Leder, auf chromblitzenden Maschinen und mit großen bunten Bildern auf dem Rücken.
"Das muss ein MC sein", denkt sich Peppi und lässt ein bisschen im Tempo nach, um sie ja nicht einzuholen. Über die hat er was im Internet und in der Zeitung gelesen - aber nix Gutes.

Ein paar Kilometer später tut dem Peppi schon mächtig die Linke vom Kuppeln weh und das Kreuz. Kalt ist es auch, aber ein Gasthaus ist nicht in Sicht. Plötzlich entdeckt er einen Pfeil am Straßenrand, der auf einen Seitenweg zeigt und auf dem steht: "Bikerfest". Weil der Peppi jetzt schon gar nicht mehr kann, entschließt er sich, dem Pfeil zu folgen. Wohl ist ihm dabei nicht - höchstwahrscheinlich sind diese rauen Typen von diesem MC auch zu dem Fest gefahren.

Der Weg macht eine Biegung und gibt den Blick auf eine Wiese frei, auf der unzählige Motorräder abgestellt sind. Dahinter Zelte, links drüben eine Bühne, Bänke und Tische …
"Servus!" fährt ihn einer von links an, der auch so ein Ledergilet trägt wie die, die ihn überholt haben, "Willst ein Stamperl?" - "Was kostet's denn?" fragt der Peppi. - "Nix, das geht auf's Haus!" grinst der Typ und hält ihm den Begrüßungstrunk hin.

Peppi fingerlt sich den Helm vom Kopf. Brav trinkt er aus. Das Hochprozentige fährt ihm durch die Kehle. "Danke", keucht er und reicht das Glas zurück. Dafür drückt ihm der freundliche Kerl nun ein Stück Holzbrett in die Hand, mit dem der Peppi aber gar nichts anzufangen weiß.

Plötzlich steht ein anderer mit Ledergilet vor ihm, der winkt und fuchtelt wild mit den Armen. Langsam kapiert Peppi, dass er sein Motorrad bei den anderen auf der Wiese parken soll. Er macht sich zwar fast ins Hemd bei dem Gedanken, sein niegelnagelneues Radl über unzementierten Boden zu bewegen, aber er probiert's. Ganz langsam. Zuerst geht alles gut, dann schiebt er nach hinten. Da rutscht das Vorderrad in ein Loch. Nix geht mehr.

"Wart", schreit einer. Peppi fühlt sich nicht betroffen.
Doch der Bursche springt zu ihm, stemmt sich gegen die Front seines Motorrades und schiebt ihn aus der Erdmulde. "So, jetzt passt es", lacht er, greift sich das Brettchen vom Tank und schiebt es unter den Seitenständer von Peppis Radl. "Stell ab!" - "Danke!" ruft Peppi, doch sein Helfer hat es nicht mehr gehört. Er weist schon die nächsten Ankömmlinge ein.

Peppi steigt ab und betrachtet das Brettchen unter dem Ständer. "Der Boden ist noch weich, der Ständer würde einsinken", kombiniert er. "Eine feine Sache, so ein Brettchen", stellt er fest und schaut hinüber zum Festplatz. Hunderte Biker müssen es sein, die sich da tummeln. Manche haben Jeansgilets an mit bunten Flicken drauf, manche sind ganz in Schwarz. Und die raue Partie von der Bundesstraße ist auch da!

Peppi beschließt, sich erst einmal die Motorräder anzuschauen. So viele auf einem Fleck hat er noch nie gesehen! Eines sticht ihm mächtig ins Auge. Das Chrom blitzt in der Sonne, das Air-Brush schlägt alles und die hunderttausend Kleinigkeiten … Ehrfürchtig geht er näher. Eine Harley!

"Wow!" entfährt es ihm. - "Gefällt sie dir?" fragt eine Stimme hinter ihm - "Joooo!" haucht Peppi ergriffen, ohne den Blick von dem stolzen Gefährt zu wenden. "Die muss ja eine Lawine gekostet haben!"

Erst jetzt wendet er sich zu der Stimme um - und erschrickt. Es ist einer von denen, die ihn vorhin überholt haben. Breit wie ein Wandschrank steht er da, eine Narbe am Hirn, dichter Vollbart, ein Bandana mit Totenschädel auf dem Kopf, schwarze Lederkluft mit Nieten drauf und ein Messer im Stiefelschaft.
"Naja", meint der Bärtige leise und beugt sich ein bisschen näher zum Peppi. "Hast schon recht mit der Lawine, aber als Chefarzt vom Krankenhaus Großlauenstein kann man sich das schon leisten, wenn man ein paar Tage eisern spart", stülpt sich den Helm über, sitzt auf, startet und ist dahin.
"Chefarzt …", murmelt Peppi verblüfft. "Ja klar … eh klar … eigentlich …"

Peppi geht hinüber zum Festplatz, labt sich an Gegrilltem, hört ein bisschen zu, was die anderen so plaudern und schaut sich um. Er kommt sich vor wie auf einem anderen Planeten … oder auf einem Kostümfest. Er sieht die eigenartigsten Typen, vom ausgemachten Western-Freak, geschmückt mit Fuchsschwanz auf dem Jopperl und der Indianerkette um den Hals, bis hin zum Ganz-in-schwarzem-Leder-Biker, dem jeglicher Farbtupfer auf seinem Outfit körperliche Schmerzen zu bereiten scheint. Manche von ihnen schauen wirklich Furcht erregend aus, manche echt witzig. Aber er sieht auch welche, die "ganz normal" aussehen - Motorradfahrer wie er mit Sweater und Tourenjacke. Und das beruhigt den Peppi enorm.

Am Nachmittag fährt Peppi heim. Er ist ganz stolz, so viele Biker und Radln gesehen zu haben. Und obwohl die alle so wild ausgesehen haben, ist das Festl ganz ruhig verlaufen. Er hat sich auch einen Aufnäher gekauft. "MFG Fliegenbeißer" steht drauf. Zwar weiß er noch nicht wirklich, was er damit machen soll, aber auf den ist er auch ganz stolz.

Was ihm aber nicht aus dem Kopf geht, ist die Frage: "Bin ich jetzt ein Biker, weil ich auf einem Bikerfest war?"

     

© Tatjana Suchovsky 2005

 
Die Idee
Peppis erstes Bikerfest
Von Bikern, Rockern und Motorradfahrern
Pepis Wochenenden

Ein Teil der (ungeschriebenen) Regeln

Motorrad fahrende Vereinigungen contra Freebiker

MCs (Motorcycle Clubs)

(Frau + Motorrad): Szene/Bundesland ≠ MC

Die Kutte
Bikerspiele
Von Bikerfesten und anderen Events
Terminkalender, Zeitschriften und Internet
Ein neuer Club entsteht




© Copyright by Tatjana Suchovsky & Rudi Benesch
Die Inhalte dieser Website haben wir nach bestem Wissen zusammengestellt, können jedoch keine Garantie für Vollständigkeit oder Richtigkeit übernehmen. Wenn du einen Fehler oder missverständliche Passagen entdeckst, bitten wir um eine Mitteilung per E-Mail.