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EVENTS - BERICHTE

Die Sonne scheint in Strömen, wir stehen im Schatten und duschen
Frühlingsausfahrt Bikerwelt 2008
19. 4. 2008

Wer an jenem Morgen in zwei gegensätzliche Richtungen in den Himmel blickte, sah zwei völlig unterschiedliche Wetterlagen: auf der einen Seite dunkle, bedrohliche Regenwolken, während auf der anderen die Sonne zwischen zarten Wolkenflocken durchbrach. Einige Optimisten glaubten an den Sieg der Schönwetterseite, schwangen sich auf's Motorrad und machten sich auf den Weg zum Treffpunkt an der Tankstelle am Favoritner Verteilerkreis in Wien.


Die Protagonistin, die Deuteragonisten und Tritagonisten sowie - last but not least - der Antagonist des Tages:

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Der Unfall im Vorjahr war ausschlaggebend, dass diesmal ein PKW den Schlusspunkt setzen sollte (was ihm auch zum größten Teil gelang). Zweispurig unterwegs war darin nicht nur Conny, die während der Fahrt die Kamera schwang, sondern auch einiges an zusätzlicher Erste-Hilfe-Ausrüstung sowie Getränke.

Gegen 10 Uhr noch ein schneller Blick in den stark bewölkten Himmel, dann hieß es "Aufsitzen". Mit gemischten Gefühlen ging es der Schlechtwetterfront, die über dem Burgenland hing, entgegen. Die ersten Spritzer versuchten wir beflissentlich zu ignorieren, was die Wettergeister wohl erzürnte und dazu veranlasste, unsere Sturheit mit noch mehr Wasser von oben zu bestrafen.

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Die erste Pause wurde vorverlegt. Bis auf jenen einen, der schon vorher Richtung trockenem Heim gewendet hatte, waren sich alle einig, etwas abzuwarten und dann zu versuchen, dem Schlechtwetter am Rande seines Aktionsradiusses zu folgen. Während der eine oder andere zur Sicherheit die Plastikhaut überstreifte, glaubten andere fest daran, dass das Experiment gelingen würde. Ein Blick in den Himmel beim Aufsteigen ließ alle Möglichkeiten offen.

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Zieht man die Regenkombi an …

Tatsächlich brach bald die Sonne hervor und das herrliche Wetter ließ - vom Helm während der Fahrt verborgen - die Mundwinkel hinter den Ohren vor Freude zusammenschlagen. Die Landschaft präsentierte sich in vollsaftiger Triebkraft des Frühlings, einige Windböen versuchten, uns aus der Ideallinie zu treiben und beutehungrige Möwen kreisten über unseren Helmen. Die Pause am nun nicht mehr ausweispflichtigen Grenzübergang Pamhagen tat allen gut. Man genoss das Geplauder unter sanften Frühlingssonnenstrahlen, bis der Hunger zum Aufbruch trieb.

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Die Wende in Ungarn

Was uns auf den nächsten Kilometern begegnete, ist wohl auch in Ungarn schon ein seltener Anblick geworden: ein Pferdegespann - und das Fohlen einfach mit dran an die Kutsche gebunden. Vorsichtig, möglichst leise und fröhlich winkend passierten wir das achtspurige unmotorisierte Fortbewegungsmittel ebenso wie die große Reitergruppe, die drei Orte weiter unseren Weg kreuzte.

Umringt von blühenden Bäumen in den verschiedensten weiß-rosa Schattierungen stellten wir die Motorräder im tiefsten Glauben, dass so ein herrliches Wetter durch nichts zu vertreiben wäre, ab. Ein Blick in den Himmel zeigte ihn tiefblau und das, was da noch an Wolkenschleiern rumhing, würde nicht einmal zum Schatten machen reichen.

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Die gute Stimmung während der Mittagspause sowie das vorzügliche Essen ließen uns ganz vergessen, einen Blick in den Himmel zu tun.

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Als nach ca. 1 ½ Stunden die Kellner die Tische im Freien abräumten und die stoffenen Tischtücher in Sicherheit brachten, kam eine böse Ahnung in uns auf. Regnete es etwa? Nein. Es schüttete. Und der Blick in den Himmel ließ vermuten, dass er noch mehr für uns bereithielt.

Ein Blick in den Himmel ... und jetzt heißt es: "Auuuufsitzen!"

Unter diesen Bedingungen in den Sattel zu steigen, um die 100 km Rückweg anzutreten, kostete Überwindung. Besonders Gaby zeigte sich nicht erfreut über die starken Schauer, blieb es ihr nun nicht erspart, ihre erste Regenfahrt anzutreten. Je dunkler und bedrohlicher der Himmel wurde, um so vergnügter wurde die Stimmung in der Gruppe, was Gaby wohl sehr half, sich unbeschwert in den Sattel zu schwingen und gemeinsam den Kampf gegen die Fluten von oben aufzunehmen.

Obwohl die Uhr erst kurz nach drei zeigte, wurde es dunkler und dunkler. Blitze zuckten, die den Blick weg von der regennassen Fahrbahn kurz anzogen. Man kämpfte sich durch wohlbefüllte Spurrillen und Schlaglöcher, wobei Straßenschäden kaum mehr auszunehmen waren. Nicht alle haben die Regenkombis übergestreift. Manche hofften - worauf auch immer, doch kräftig geduscht und irgendwo nass wurden wir alle.

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Der österreichische Wettergott zeigte sich gnädiger als sein ungarischer Amtskollege. Der Regen ließ nach. Ein Blick in den Himmel beim Tankstopp im Heimatland bestärkte die Hoffenden.

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Der Tag war hart genug. Wir beschlossen, die Kurven des Leitha-Gebirges diesmal links liegen zu lassen und unseren gemütlichen Ausklang direkt anzusteuern. Ohne besondere Vorfälle erreichten wir trockenen Asphalts unser Ziel: das Clubhaus der Echt'n in Schwechat.

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Ohne besondere Vorfälle? Nicht ganz, denn:

Gabi löste sich auf

Bereits beim letzten Stopp in Ungarn musste Textilband herhalten, um Gabys Plastikoveral zu kleben. Das vom Hersteller als ein Mal verwendbar deklarierte Stück nahm seine Produktbeschreibung wörtlich. Aus der Pole-Position fiel lediglich auf, dass Gaby mehr und mehr im Tempo nachließ. Da es ihre erste Ausfahrt der Saison war, passte sich der Leithammel ihrem Tempo an. Jene, die hinter ihr fuhren, waren besser informiert als sie selbst. Während ihr zuerst lediglich auffiel, dass da und dort etwas an ihr flatterte, erkannte man von hinten deutlich, dass sich der Rückenteil ihres Regenoverals auflöste. Dem Rest des Konvois flogen alsbald die gelben Fetzen um die Helme.

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Als wir in Schwechat einfuhren, hatte sich bereits ihre gesamte Rückenpartie aufgelöst, nur das Textilband in ihrem Nacken hielt eisern die Schulterstücke zusammen.
Gaby zeigte Nervenstärke und hielt bis zum Clubhaus der Echt'n durch, wo nun allen Beteiligten die Bedeutung des Wortes "Einmal-Regenoveral" klar vor Augen geführt wurde.

Perfekte Gastfreundschaft der Echt'n

Vom MRC Schwechat "Die Echt'n" wurden wir bereits erwartet. Am Grill brutzelten die Würstel, vor dem Clubhaus waren Bänke und Tische aufgestellt, um die letzten Sonnenstrahlen des Tages genießen zu können, und die Heizkanone im Kellergewölbe stand bereit. Müde und zufrieden mit der Ausfahrt, mit sich und der Welt, dabei liebevoll umsorgt und gelabt von den Mitgliedern des MRC Schwechat "Die Echt'n", erholten wir uns von den Anstrengungen des Tages. Man nahm etwas verwundert aus den Augenwinkeln wahr, dass sich Präsi Andi aufs Motorrad schwang und davonbrauste, um kurz darauf wiederzukehren. Nach dem Grund gefragt: Unser "Piefke", der sich seit Tagen auf eine Bratwurst zum Abschluss der Tour gefreut hatte, war etwas enttäuscht, als er am Grill ausschließlich Käsekrainer entdeckte. Andi beseitigte das Übel, indem er ganz schnell losfuhr, um Bratwürstel zu besorgen. "Das ist doch selbstverständlich", kommentierte er die Angelegenheit trocken.

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Um einen mehr

Die Echt'n nutzten den Anlass, um "Chachacha Rudi" offiziell in ihre Reihen aufzunehmen und ihm unter den Klängen der Clubhymne das große dreiteilige Rückencolour zu überreichen.
Wir gratulieren zum Zuwachs.

Man glaubt oft nicht, was für Arbeit mit der Organisation einer solchen Tour verbunden ist. Viele Kleinigkeiten wollen bedacht werden, um die Tour für die Teilnehmer so sicher und so angenehm als möglich zu machen. In manchen Momenten denkt man sich: "Das ist das letzte Mal, dass ich mir so etwas antu." Aber dann ... wenn die Ausfahrt vorbei ist, alles gut geganen ist ... jeder zufrieden beim gemütlichen Ausklang vom Tag schwärmt und man auch noch großartige Unterstützung von seinen Helferlein sowie von den "Echt'n" bekommt, bei denen wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken, ... dann sagt man: "Schön war's. Auf ein Neues in der nächsten Saison!"

Fotos: Conny, Gaby, Die Echt'n


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