Die Inhalte dieser Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Veröffentlichung in einem anderen Medium (auch auszugsweise) bedarf der schriftlichen Zustimmung der Seitenbetreiber.

Tjaky & Rudi
 
office@bikerwelt.at      
 
  NEWS
News-Archiv
 
  Niederösterreich
Niederösterr. - Burgenld.
Niederösterr. - Steiermark
Salzburg
Salzburg - Kärnten
Salzburg - Oberösterreich
Salzburg - Tirol
Salzburg - Steiermark
Oberösterr. - Steiermark
Kärnten
Wien

Griechenland 2007
Griechenland 2006
Griechenland 2005
Griechenland 2004
Griechenland 2003
Griechenland 2002
Griechenland 2001
Griechenland 1999
Bikerclubs Griechenland
 
  Bikerszene in Österreich
Clubs, Vereine, ...
Dachorganisationen
Events-Berichte
Biker-Benefiz Nachlese
Fahren im Konvoi
Motorradkalender

Bikerwelt-Aufnäher
 
  Sicherheitstipps
Schutzkleidung
Anhalte-/Überholweg
Neueinsteiger-Eckerl
Gefahren
Verkehrszeichen
Bastelstunde
Buchtipps
Bikerfreundliche Betriebe
Puzzles
Fotoimpressionen
Bikerwitze
Comix
An den Pranger
Tattoo
Forum
Grusskarten
Gästebuch
 
  Pioniere der Schotterstraße
Das Tagebuch
Italien 1956
 
  Touren-Links
Priv. Biker-Sites
Firmen
Organisationen
Motorrad-Recht
Wetter
Zeitschriften online
Linktausch
 
  Verkehr
Tourismus
 
  Wir
Unsere Motorräder
Geschichte der Bikerwelt
Pressespiegel
e-mail
Impressum
   
  seit 17.4.2000




EVENTS - BERICHTE

Einmal durften wir die Bösen sein ...
24. 11. 2002

"Dreharbeiten in Wien für einen Werbespot über Motorradfahren, irgendwas für Fahrschulen", hören wir. Aber auch: "eine Werbung für Studieren in Kärnten". Als wir uns mit dem Zuständigen in Verbindung setzen, erfahren wir, daß er erst zwei Rocker hätte, aber acht bräuchte - und das, am Vortag der Dreharbeiten! Keiner will mitmachen. Sie sollten richtig wild aussehen, mit Lederkluft und Kutte. Motorrad bräuchten sie keines, denn sie sollten auf Rollern fahren.
Seltsam! Wir beschließen, hinzufahren und uns die Sache genauer anzusehen ...

Wir geben die Botschaft wertungsfrei an ein paar Freunde weiter. Ob sie kommen, läge in ihrem eigenen Ermessen. Kurz vor dem Einschlafen zuckt mir noch ein fürchterlicher Gedanke durch den Kopf: Roller! Meinen die vielleicht Tretroller???

Als wir pünktlich um 8 Uhr in der Klopstockgasse auftauchen, ist unser Freund Reini bereits da und führt uns begeistert in ein Haus, wo ein opulentes Frühstück auf uns wartet. Dort lernen wir Alex Prozek, den "Chef" kennen. Er freut sich, daß nach und nach tatsächlich ein paar Biker eintrudeln, die das Mädel von der Maske sofort unter ihre Fittiche nimmt. Unter ihren Händen werden seriöse Freebiker zu bärigen Klischeebikern. Und Tjaky gefällt sich als Bikerbraut sogar besser als im Normalzustand.

vorher:

nachher:

Die Maskerade ist in Ordnung. Man hat den Männern zwar ein paar dezente Narben verpaßt, denkt aber nicht daran, uns rote Säufernasen und Schatten unter den Augen anzudichten. Irgendwer fragt zögerlich, ob wir mit Helm fahren sollen. "Helm!" schreit das Mädel von der Maske entsetzt, "dann sieht man ja die Bärte und die Narben nicht!"

Als wir die Mopeds ausgehändigt bekommen, brechen bei einigen Bikern frühjugendliche Erinnerungen durch. Die gesperrte Straße wird zum Spielplatz. Das Moped zum wilden Reittier.

Dann erklärt uns Alex die Story:
"Ein junger Motorradfahrer steht alleine an einer Kreuzung. Die Ampel ist rot. Um ihn schart sich eine Horde wilder Chopperfahrer (so soll es das Publikum annehmen, denn man sieht die Motorräder nicht). Die Rocker mustern den Musterknaben abschätzend von oben bis unten. Er, der Motorradfahrer [Traum jeder Mutter mit heiratsfähiger Tochter, Anm. d. Red.], schaut links, schaut rechts. Spannung baut sich auf.
Die Ampel wird grün. Der Motorradfahrer zieht davon. Die wilde Horde folgt ihm - etwas langsamer - mit fröhlichem Gehupe und Gebimmel. Erst jetzt sieht man: Die Rocker sitzen auf Mopeds. Das ist der Gag."

Irgendwie erinnert uns die Szene an die Comix auf der vorletzten Seite einer Zeitschrift, die als Titel jenes Wort hat, was uns während der Aufnahmen zu fahren verwehrt wird. Der Spot soll letztendlich 30 Sekunden dauern und in Kinos in Klagenfurt für eine dort ansässige Fachhochschule werben. Unter dem Motto: Als ein Schüler dieser Schule hast du die Nase vorn. Die Sache geht in Ordnung. Wir machen mit.

Zuerst Nahaufnahmen. Abschätzendes, grimmiges Schauen. Dann die ganze Gruppe. Immer wieder: "Noch einmal". So lange, bis Licht, Ton und Regie zufrieden sind. Danach Großaufnahmen.
Man hat nicht immer vor der Kamera zu tun. Das Buffet ist uns auf einem großen Tisch auf die Straße hinaus nachgewandert, zusätzlich bestückt mit heißem Tee, Wurst-Käse-Gemüse-Semmeln, Frankfurtern, Debrezinern und Naschereien.


Die alten Mopeds wollen oft nicht mehr anspringen. Es wird zur Ehrensache, sie immer wieder in Gang zu bringen, auch dann, wenn der Regisseur meint, er braucht es für die Szene nicht.

Es wird kühler. Bald spürt jeder, daß Dreharbeiten harte Arbeit sind. Immer wieder wird nachgeschminkt und nachgemessen, werden Bodenmarkierungen gesetzt, an denen man genau anhalten muß. Und immer wieder: "Noch einmal!" Trotz mächtigem Spaß an der Sache dürfen wir nicht vergessen, stets grimmig zu schauen - was nicht immer jeder zusammenbringt.
Das Drehteam ist in Ordnung. Keiner ist nervös, niemand schreit oder schimpft, wenn etwas nicht gelingt. "Machen wir es eben noch einmal!"

Wir sind froh, als uns Alex mitteilt, daß die Dreharbeiten beendet sind, wir unsere Gage bekommen und uns dann in einem Lokal um die Ecke zum Abendessen treffen. Etwas geschafft geben die Männer ihre Bärte ab, wir streifen die schwarze Lederkluft ab und schlüpfen in die warmen Tourenjacken.

Mit vollen Bäuchen begeben wir uns auf den Heimweg, froh, wieder unsere weichen Sättel unter dem Allerwertesten und die Kraft im Gasgriff zu spüren.

Alle Fotos zu diesem Drehtag findet ihr auf www.suf.at/biker.htm

Und hier der Spot


Zurück zur Veranstaltungsübersicht



© Copyright by Tatjana Suchovsky & Rudi Benesch
Die Inhalte dieser Website haben wir nach bestem Wissen zusammengestellt, können jedoch keine Garantie für Vollständigkeit oder Richtigkeit übernehmen. Wenn du einen Fehler oder missverständliche Passagen entdeckst, bitten wir um eine Mitteilung per E-Mail.