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TATTOO

ConnyWenn die Nadeln summen ...
16. 12. 2003

Seit vier Jahren plante sie es, erkundigte sich in Foren und im Freundeskreis, nahm etliche Studios unter die Lupe und betrachtete unzählige Motive, bis sie sich entschied. freakcity.at fiel nicht nur durch Empfehlungen, sondern auch durch kompetente Erklärungen auf der Website - und Dagobert - auf.

Nur Papier!Nein, Dagobert ist nicht der Tätowierer! Er hängt nur den ganzen Tag im Studio rum und lebt auf Kosten von Hannes, der die Nadel schwingt und ihn durchfüttert.

Bevor wir ins Studio gehen, schneiden wir das Motiv aus Papier aus, fetten die Stelle im Kreuz mit Creme ein und legen so die gewünschte Größe und Position fest. Conny sieht es und ist sich sicher: Das soll es sein!

Hannes an der VorlageKurz vor Weihnachten ist es soweit. Conny hat sich einen Termin mit Hannes ausgemacht. Die "Freakcity" ist leicht zu finden. Hannes stellt uns Dagobert vor - den die Sache jedoch herzlich wenig interessiert - und macht sich über die Vorlage her.

Er findet das Motiv gut - "Wenn du Lust auf mehr bekommst, kannst es beliebig erweitern", meint er, "wennst willst, über den ganzen Buckel!" - und überträgt die Zeichnung auf eine Art Kohlepapier.

Wir fühlen uns auf Anhieb im Studio wohl und haben ein gutes Gefühl. Hannes kann sich die üblichen Erklärungen, zu denen er ansetzt, sparen, denn Conny hat bereits alles auf seiner Website studiert: Sie hat gut gefrühstückt, keinen Alkohol oder Drogen konsumiert, sie darf während dem Heilprozess nicht kratzen, soll das frische Tattoo täglich mit Heilcreme pflegen usw. Das alles und noch mehr steht auch auf dem Zettel, den sie unterschrieben muss, bevor es losgehen kann.

Erster EindruckWir siedeln um ins Behandlungszimmer. Dagobert muss draußen bleiben. Es riecht streng nach Desinfektionsmittel. Sauberkeit ist bei Hannes oberstes Gebot.

Conny macht sich - soweit nötig - frei, dann wird das 15 cm breite Motiv auf die Haut übertragen. Noch sind die Striche abwaschbar. Noch könnte sie es sich überlegen! Noch ist sie gut gelaunt - Hannes sowieso - und sie will. Hannes auch. Der Schmäh rennt und ein Scherzerl jagt das andere.

Erste StricheRauf auf die Liege, den Körper in die richtige Position geschoben und los geht's!

Die ersten Striche, mit ruhiger Hand gezogen, nimmt Conny gelassen. Nur das Geräusch der Maschine klingt bestig. Je weiter es auf die Wirbelsäule zugeht, umso unangenehmer wird es. "Je mehr Nerven unter der Haut, umso mehr spürst was davon", erklärt ihr Hannes.

Er arbeitet sehr sauber. Nach jeder Pause - und ist sie auch noch so kurz - streift er sich frische Gummihandschuhe über. Sein Verbrauch an Küchenrollenpapier kommt während der Behandlung gut an den einer Großküche heran. Und mit dem Des-Mittel spart er auch nicht!

Erste FüllungNach ca. einer Stunde ist die Kontur geschafft. Jetzt noch schnell mit der feinen Nadel die Spitzen ausgearbeitet, dann wird der Nadelkopf in der Maschine gewechselt. Der hat mehr Nadeln, hinterläßt einen dickeren Strich und die Arbeit geht dadurch schneller voran.

 

Halbzeit

Bald fertig ... nur noch ein FlügerlJe länger Hannes die Haut mit seinen feinen Nadeln bearbeitet, umso unangenehmer empfindet es Conny. So lange bewegungslos am Bauch zu liegen, ist der eine Horror, denn langsam schlafen ihr die Füße ein - die Behandlung ist der andere. Zwar haben wir uns inzwischen an das kreischende Geräusch der Maschine gewöhnt, doch je länger die Tortur dauert, umso mehr wünscht sich Conny, dass es schon vorbei wäre.

Hat sie vor zwei Stunden noch zuversichtlich von zwei weiteren Tattoos geschwärmt, schwört sie in diesen Augenblicken, nie wieder eine Nadel an ihren Körper zu lassen. Hannes amüsiert sich bestens und meint: "In ein, zwei Tagen denkst wieder ganz anders - die Rückfallquote liegt bei 80 %!"

Fertig!

Das Tattoo näßt ein bißchen. "Ist ganz normal", erklärt der Fachmann. "Die Haut ist verletzt und gibt ein Wundsekret ab. Keine Sorge, hört bald wieder auf."

Eigentlich sollte das Motiv noch eine Schattierung bekommen, doch Conny reicht es für heute. Sie entschließt sich, das Tattoo ein andermal fertigstellen zu lassen.

Frisch gehalten

HannesZum Schluss wird das Werk von allen Spuren überflüssiger Farbe gereinigt und mit Frischhaltefolie abgedeckt. Nach zwei Stunden soll sie abgenommen und die Fläche mit lauwarmen Wasser abgewaschen werden.

Conny ist zufrieden. Lange gesucht ... gut gewählt ... ein bißchen gelitten, aber das ist schon wieder fast vergessen.

Wir verabschieden uns von Hannes und Dagobert, dem kleinen Glattstirnkaiman, und besuchen das Geschäft nebenan: die "Reptile City", wo wir eine ganze Menge über Echsen, Schlangen, Spinnen und Skorpione erfahren. Aber das ist eine andere Geschichte ...

Connys Tattoo - Teil 2

Da meint man, seinen Ableger zu kennen und glaubt, die geht dort nicht mehr hin - da ruft sie mich Anfang Februar an und fragt, ob ich bei der Vollendung des Nadelwerkes zugegen sein möchte. Klar! Das lasse ich mir und meiner Kamera nicht entgehen.

Das gemütliche Geplauder vor der Arbeit dauert länger als die Arbeit selbst. Conny ist erstaunt, als Hannes meint: "Fertig, anschauen!" Diesmal hat sie fast nichts mehr gespürt.

Wir sind beide begeistert. Durch einige Schatten, die Hannes ganz ohne vorzuzeichnen sozusagen "freihand" setzt, beginnt das Bild zu leben und entledigt sich dem Schablonenhaften.

Und weil der Fachmann bei der Hand, lasse ich mir noch zum Drüberstreuen zwei weitere Löcher in die Ohren schießen. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir Hannes Dienste nicht zum letztenmal in Anspruch genommen haben ... Sollte es so sein, folgt Fortsetzung.






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