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EVENTS - BERICHTE

Ein Nilpferd macht's möglich
TOY RUN bringt 28 Kinder nach Wien
26. - 29. 8. 2004

Donnerstag, 26. 8. 2004. Ort: Westbahnhof Wien. Es herrscht Verwirrung unter den Reisenden und der Bahnhofs-Security. Zahlreiche Männer und ein paar Frauen in leuchtgelben Jacken mit einem großen Willkommens-Transparent stehen am Bahnsteig Nr. 6 Spalier. "Wer ist wohl der Ehrengast?" fragen sich viele. Das Rätsel löst sich, als sich die Türen des letzten Waggons öffnen. Ein kleines Nilpferd, eine großzügige Spende und der immense organisatorische Einsatz vieler hat's möglich gemacht.

28 Kinder aus Tirol, in orangenen T-Shirts und mit orangenen Kappen, setzen ihre Füße auf Wiener Boden. Schüchtern begrüßen sie die TOY-RUN-Crew, die für sie die dreifache Welle schlagen und ihnen prompt das Gepäck abnehmen.


Draußen schüttet es in Strömen. Draußen wartet der Bus. Schnell hinein. Die Gelbjacken und die beiden Motorradfahrer, die der Einladung, bei der Aktion "Nilpferd" dabei zu sein gefolgt sind, eskortieren den Bus zum Schutzhaus Döring, wo die Kinder zum Abendessen geladen sind.

Die Kleinen und Größeren ahnen noch nicht, was in den folgenden drei Tagen auf sie zukommt, dementsprechend abwartend, distanziert und ruhig verhalten sie sich.

Als Ernst Graft jun. seine offizielle Begrüßungsrede hält und durch die spaßigen Zwischenmeldungen seiner Frau Gerda und der Crew-Mitglieder Stimmung aufkommt, erkennen die Kinder, dass es keine todernste Angelegenheit ist und tauen langsam auf. Nur die Ankündigung, dass sich bereits einige Reporter angemeldet haben, die sie interviewen wollen, erschreckt sie.

Wieder in Begleitung der Gelbjacken-Eskorte geht es durch die Dunkelheit in ihr Quartier im Haus der Kinderfreunde "Am Schafberg".


Was hat es denn nun mit dem Nilpferd auf sich?

Eine Gruppe von Mitarbeitern einer Bank haben einen Fond aufgelöst. Sie haben von der TOY-RUN gehört und auch davon, dass alle Spenden ausschließlich den Kindern zu Gute kommen und dass zwischen der großen Biker-Benefizfahrt immer wieder kleinere Aktionen für Kinder organisiert werden. Die Bank-Mitarbeiter beschlossen, dass das Geld für solche TOY-RUN-Aktivitäten verwendet werden soll und brachten es Ernstl und der TOY-RUN-Crew zu einer ihrer Arbeitsbesprechungen in einem gewichtigen Nilpferd.


Freitag, 8 Uhr vor dem Schloß Schönbrunn. Hadschi Bankhofer von Radio Wien begleitet die Kinder, die nun langsam begreifen, dass sich alles nur um sie dreht. Die Gelbjacken haben alle Hände voll zu tun, um die Kinderschar zusammenzuhalten, denn im Tiergarten stürzen tausende neue Eindrücke auf die Kinder ein.

Im Tirolerhof ist das Mittagessen bestellt. Die Kinder sind etwas müde - aber absolut nicht mehr schüchtern. Nach dem Essen kündigt Ernstl einen Überraschungsgast an. Die Türe geht auf und herein kommt Starmania-Niddl. Einen Teil der Kinder verschlägt es prompt die Sprache. Zwei der älteren Mädchen, ultimative Niddl-Fans, die ihr auch schon Briefe geschrieben haben, können es nicht fassen: Ihr Star, lebendig und zum Anreifen nahe! Zuerst wagen sie es fast nicht, sich ihrem Idol zu nähern, aber Niddls unkomplizierte Art läßt die Angst schnell schwinden. Dann wird für Erinnerungsfotos posiert, gefragt und geplaudert, was das Zeug hält.

Zufall? Nein. Ernstl hat sich im Vorfeld sehr genau über die erfüllbaren Wünsche seiner Gäste erkundigt und Niddl war bereit, bei der Überraschung mitzumachen. Nicht nur das - sie fährt auch noch gerne mit in den Prater.

Vorher steht aber noch ein Interview mit Robert Jahn von Radio Wien am Programm. Die Stars dabei sind Niddl und ihr größter Fan, dem es in diesen Minuten endgültig die Sprache verschlägt. Macht nichts, die anderen Kinder helfen mit Kommentaren zum Tagesgeschehen aus. Interviews werden für sie langsam zur Routine.

Weiter geht es hügelab. Mancheiner der stolzen Reiter stark-PSiger Motoren mutiert nun selbst zum Reittier. Noch einmal führt unser Weg durch den Tiergarten, dann zum Bus und abermals von den Gelbjacken durch den dichten Verkehr der Innenstadt gelotst, in den Wurstelprater. Die Kinder dürfen fahren, wo sie wollen - sie dürfen nur nicht ihre eigenen Wege gehen! Um das zu verhindern, bilden die Gelbjacken einen lockeren Kreis um die Kinderschar, die nun völlig aus dem Häuschen ist.

Inzwischen hat so manches Kind seine besondere Symphathie für den Inhalt einer Gelbjacke entwickelt - und der muss mit: in den Autoscooter, ins Verrückte Haus, in die Wasserrutsche, auf die Hochschaubahn ... und ... und .. und ... Die Stimmung könnte nicht besser sein. Die Freude der Kinder schwappt auf die Erwachsenen über. Bald fragt man sich, wer die Kinder sind: die in den gelben Jacken oder in den orangen T-Shirts? Der Schmäh rennt (wie man in Wien zu sagen pflegt) = Spaß pur.

Klicke, um zu vergrößern:

Als Ernstl die Motorräder entdeckt, ist er nicht mehr zu halten und durchbricht den Sperrkreis der Gelbjacken. Er zeigt uns die korrekte Körperhaltung in Kurven, aber auch, wie man auf einer Harley thront.

In einer ruhigeren Minute frage ich Ernstl, woher die Kinder kommen. "Aus zwei verschiedenen Innsbrucker Heimen, den Jugendeinrichtungen 'Pechegarten' und 'Jugendland'", erzählt er. - "Und weshalb sind sie in diesen Heimen?" - "Zum Teil handelt es sich um leicht behinderte Kinder, zum Teil sind es verhaltensgestörte. Manche von ihnen sind deshalb im Heim, weil das Jugendamt es für besser befunden hat, sie von ihrer Familie zu trennen."
Von Verhaltensstörungen oder Behinderungen kann ich in diesen Stunden nichts entdecken. Ich sehe nur eine Schar glücklicher, lebensfroher und mächtig aufgekratzter Kinder.

Laut Plan sollten wir um 18 Uhr beim Abendessen im Restaurant "Luftburg" sitzen. Es ist 18:30 Uhr und wir befinden uns immer noch mitten im Prater, fahrend, lachend und gar nicht müde. Es fällt Ernstl schwer, dem großen Spaß mit einem schrillen Pfiff aus seinem Trillerpfeiferl ein Ende zu bereiten, aber es muss sein, denn das Program dieses Tages ist mit dem gemeinsamen Mahl noch nicht beendet.

Nach dem Essen sind die Kinder müde - die Gelbjacken schwer gezeichnet. Da freut es alle, dass für heute kein Fußmarsch mehr angesetzt ist, sonderm um Punkt 9 Uhr der Prater-Express, ein kleiner Zug, vor der Türe steht. Er ist schon sehr voll, als alle Kinder eingestiegen sind - aber die Gelbjacken da lassen? Niemals! Es wird so lange zusammengerutscht und auf den Schoß genommen, bis alle drinnen sind.

Aufgabe: Die Kinder sollen entdecken, wo sie heute gefahren sind und jedem Betreiber eines solchen Fahrgeschäftes dann heftig applaudieren. Erst auf dieser Fahrt erkennen die Kinder, wie groß der Prater ist und wo sie überall nicht gefahren sind! Die Adleraugen schweifen und wenn gefunden, wird geklatscht, gepfiffen und gejubelt, was das Zeug hält. Neugierig strecken die Leute den Kopf aus dem Kassahäuschen. Der Wiedererkennungseffekt tritt ein - sie winken zurück und die Kinder johlen doppelt so laut.

Irgendwann ist die Fahrt zu Ende und die Bimmelbahn bei der Luftburg angekommen, wo der Bus wartet, der die Kinder ins Quartier bringt. Die Gelbjacken sind für heute entlassen. Sie sollen sich ausruhen für den nächsten Tag, für den wieder viel am Programm steht, denn da geht es nach Herzogenburg.

Wie es in den folgenden Tagen weiterging erfahrt ihr auf www.toyrun.at.


Unverständlich für mich ist, dass an der großen Biker-Benefizfahrt der TOY RUN alljährlich tausende von Motorradfahrern mitfahren, das Interesse bei einer Aktion "dazwischen" jedoch nur sehr gering bis gar nicht vorhanden ist, obwohl Ernstl und die TOY-RUN-Crew auch hier öffentlich die Motorradfahrer einladen dabei zu sein. Gerade im kleineren Kreis kann die Freude der Kinder intensiv miterlebt werden. Für uns waren es zwei Tage, die ungeheuren Spaß gemacht haben und unvergesslich bleiben werden!


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