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EVENTS - BERICHTE

Vienna Memorial
25. 11. 2006

Weitaus mehr Biker als in den vergangenen Jahren sind in dieser milden Novembernacht einspurig zum Memorial auf der Schmelz in Wien gekommen, zu dem der Outsider MC geladen hatte. Die Säle des Schutzhauses sind voll und auch draußen im Garten trifft man einander. Die Stimmung ist bestens. Bis zu jenem Punkt, der der eigentliche Grund dieses Treffens ist.


Gegen 23 Uhr betritt Chris, National President des Outsider MC, in Begleitung von Anita die Bühne. Sie ist die Witwe von Gerald, der sich als Transportbegleitungsunternehmer selbständig gemacht hatte. Gerald lebte mit einem Spenderherz und musste schwere Medikamente einnehmen, damit der Körper das Herz nicht abstößt. Er sollte auf Anraten der Ärzte ein ruhiges Leben führen und seine Aktivitäten in Beruf und Freizeit zurückstecken. Er ignorierte diese Ratschläge, lebte, wie er es für richtig hielt, und engagierte sich neben seinem Beruf auch noch stark bei der Toy-Run und der Feuerwehr.

18. Juni 2006. Ein heißer Sommertag. Gerald streifte sich die gelbe Jacke über und fuhr los, um den Benefiz-Kovoi der 2.906 Motorradfahrer bei der Toy-Run abzusichern. Anita, selbst eine Gelbjacke, entschied sich, beim damals 6 Wochen alten Baby daheim zu bleiben. Am Festplatz versagten Geralds Nieren. Er brach zusammen und wurde mit dem Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Dort kam es zum Herzstillstand. Die Reanimation gelang. Gerald wurde nach Stockerau verlegt, wo Nieren und Darm versagten. Dann stand sein Herz endgültig still.

Gerald hinterlässt seine Ehefrau Anita, eine Tochter (3 Monate alt) und einen Sohn (14 Monate alt). Da sie in Karenz ist, hat sie keine Einkünfte. Auch die Einnahmen aus der Firma bleiben aus. Eine Waisenpension berechnet sich aus Einkünften der letzten zwei Jahre. Gerald war wegen seinen Herzprobleme und der Transplantation oft krank und im Spital, so fällt diese sehr gering aus. Ihr Erspartes hat Anita in die Firma investiert, die nun aufgrund der Schicksalsschläge in Konkurs ging.

Der österreichische Staat befindet, dass Gerald zu früh verstorben sei und, da die beiden erst zwei Jahre verheiratet waren, eine Witwenpension für die Frau nicht im Gesetz vorgesehen sei.
Auch mit der Genossenschaftswohnung gibt es ein Problem: Weil die Wohnung auf seinen Namen läuft und sie "nur" Ehefrau ist, wären sie und die Kinder nicht weiter berechtigt, darin zu wohnen - es droht die Delogierung.
Doch die Kosten laufen weiter.

Als Chris das Unglück und die momentane Situation Anitas und der Kinder den Anwesenden im Saal schildert, treibt es Anita die Tränen in die Augen. Und wohl nicht nur ihr …

Chris überreicht ihr das, was an diesem Abend in die Spendenbox gefallen ist. Sicher zu wenig, um ihr erschöpfend zu helfen, lediglich ein Überbrückungsgeld, das dazu beitragen soll, sie und die Kindern vor dem Schlimmsten zu bewahren. Anita selbst schweigt - Trauer und Schmerz ersticken ihre Worte. So spricht Chris für sie. Sein (und ihr) Dank ergeht an alle, die dazu beigetragen haben zu helfen: "Ich bin stolz auf euch!"

Nach einer Gedenkminute, in der nicht nur Gerald, sondern allen im letzten Jahr Verstorbenen gedacht wird, kehrt bald wieder die gute Laune zurück.

Die Member des Outsider MC haben gezeigt, dass ihr Blick weit über die Grenzen der MC-Szene hinausreicht und mit ihrer Benefiz-Aktion im Jahr 2006 einer Familie geholfen, die in einem völlig anderen Bereich der Motorradfahrer zu finden war. Dank ihrem Weitblick und der Hilfsbereitschaft unzähliger MC-Mitglieder, Clubfahrer und Freebiker konnte gezielt geholfen werden, wo der Staat versagt und die Gesetzeslage einer effizienten Hilfe den Riegel vorschiebt.

Solltet Ihr auch helfen wollen,
hier das Spendenkonto zugunsten der beiden Kinder:

Jan Pascal & Marlene Chantal KNOTH
Kntnr.: 00600000772
BLZ: 20227


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