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EVENTS - BERICHTE

Hochrad statt Harley
28. 4. 2006

Als Ernstl im Jahr 2005 mit einem Tretauto ein mal um die Wiener Ringstraße fuhr, gab er an, nicht dafür trainiert zu haben. Das Ring-Fahren scheint es ihm angetan zu haben, doch dieses Jahr kam er um ein Training nicht herum: Eine Fahrt mit dem Hochrad stand an - und die resultierte aus einer lustigen und hinterhältigen Idee der Toy-Run-Crew.

Ernst Graft jun., Initiator der Toy-Run, leidet unter Höhenangst und nahm die Herausforderung an. Mit dieser Fahrt will er sich auch mit all jenen Mitarbeitern in Sozialeinrichtungen, die sich das ganze Jahr über für Hilfsbedürftige "abstrampeln", solidarisch zeigen. Als Termin wurde der 28. April 2006 festgesetzt und interessierte Motorradfahrer wurden um 19:30 Uhr zum Treffpunkt hinter das Burgtheater geladen.

Doch zuerst musste ein Hochrad gefunden werden. Ernstl vermutete es im Technischen Museum in Wien, wo er zum einen ein Holzmodell fand, auf dem man ausprobieren kann, wie es sich in luftiger Höhe "anfühlt", zum anderen lernte er Peter Defeld kennen, der bereit war, sein selbst gebautes Hochrad für die Ringstraßen-Aktion herzuleihen sowie Ernstl den Umgang mit dem Fahrgerät zu lehren.

Das kühle Wetter mit seinen Begleiterscheinungen Schnee, Eis und Rollsplitt machte Ernstls Trainingsabsichten erst einmal zunichte. Zirka fünf Wochen vor dem Termin traf man einander endlich auf dem Großgrünmarkt im Süden Wiens: das Hochrad, Peter und Ernstl in dicker Jacke und Protektorennetzhemd. Doch die Idee, sich mit Protektoren bei einem möglichen Sturz zu schützen, stellte sich als sehr hinderlich heraus: Die "Ritterrüstung" schränkte die Bewegungsfreiheit so drastisch ein, dass es unmöglich war, aufzusteigen.

Es soll hier nicht näher auf Ernstls Hochrad-Erkletter-Erstversuche eingegangen werden. (Wer will, kann das ausführlich auf www.toyrun.at nachlesen). Es sei nur so viel gesagt, dass der Fuß in Gürtelhöhe muss, gleichzeitig die Lenkerenden festhalten werden, das Rad aufrecht und gerade in Bewegung gebracht werden muss, um sich dann in den Sattel zu hieven, wobei sich jedoch die Pedale bereits bewegen, da sie fix mit der Achse des Vorderrades verbunden sind.


Das Absteigen gestaltet sich ähnlich kompliziert.

So übte Ernstl zwei Stunden, was sein vom Motorrad verwöhnter Körper am nächsten Tag mit einem kräftigen Muskelkater quittierte.

Die Ring-Fahrt

Die Wetterprognosen verheißen von Mittwoch bis Sonntag durchgehend starke Regenfälle. Kurz vor 19 Uhr an diesem Samstag, den 28. April, hört der Regen auf und es treffen immer mehr Motorradfahrer am Parkplatz neben dem Burgtheater ein. Da einige PKW-Besitzer die für die Motorradfahrer behördlich genehmigte Sammelfläche verstellen, werden die Biker eben auf der Fahrbahn in die Formation eingewiesen.

Bevor sich Ernstl auf den ungewohnt einspurigen Weg macht, erklärt er mit Hilfe eines Megaphons den Anwesenden die Beweggründe für diese Fahrt. Dann setzt sich der Konvoi, angeführt von zwei "Weißen Mäusen" und dem gelb behelmten Hochrad-Fahrer mit Drehlicht in Bewegung. Die zahlreichen Kreuzungen auf der Strecke sind kein Problem für Ernstl, denn die werden von den Gelbjacken abgesperrt, sodass dem Demonstrantenzug freie und geschlossene Fahrt gesichert ist.

Mehr Unbehagen bereiten Ernstl - oder genauer seinem Allerwertesten - Kanaldeckel, Frostaufbrüche, Schienenquerungen und Fahrbahnunebenheiten, über die er ungefedert drüberfährt. Seit diesen Momenten weiß er den weichen Sattel und die Stoßdämpfer seiner Harley besonders zu schätzen.

Vom Schwarzenbergplatz an geht es leicht bergauf, eine Steigung, die dem Ernstl schon von seiner Tretautofahrt her gut bekannt ist. Das Ziel im Auge, biegt er zum Burgtheater hin ab, wo ihn auf den letzten Metern Kinder und Jugendliche samt ihren Betreuern aus einigen Wohngemeinschaften und Kinderheimen anfeuern und ihm zur gelungenen und sturzfreien Fahrt gratulieren.

Eigentlich sollte die geglückte Hochrad-Fahrt in einem Lokal am Leeberberg im Schanigarten gefeiert werden. Da jedoch die düstern Wolken am Himmel mit weiteren Regenschauern drohen, werden die Kinder und Motorradfahrer mit Aufstrichbroten und Getränken beim Burgtheater gelabt. Dabei wird auch auf den Geburtstag von Gerda, Ernstls Frau, angestoßen.

Kaum ist die Versammlung in Auflösung begriffen, beginnt es wieder zu regnen. Hat Ernstl endlich einen guten Draht zu Petrus gefunden? Oder steckt in der Sonne, die wir Ernstl und der Toy-Run-Crew aus Griechenland mitgebracht haben, doch ein kleiner Wetterzauber?


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