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EVENTS - BERICHTE

Blue Knights IIILasset uns qualmen
Blue Knights Austria Chapter III
31. 7. 2004

Der Massenburnout für's Guinness Buch der Rekorde sollte laut Ankündigung "der ganzen Welt den tollen Zusammenhalt der österreichischen Bikerszene" vermitteln. Klar, dass wir diesen Höhepunkt des 2. Bikerfestes der Blue Knights III in Nickelsdorf/Bgld. nicht verpassen wollen.

Treffpunkt ist ein großer Parkplatz in der Nähe des Festgeländes. Kurz vor 15 Uhr haben schon einige Teilnehmer vom professionellen Mechanikerteam Altgummis aufziehen lassen, denen nun die endgültige Vernichtung bevorsteht. Es sind nicht viele vor Ort, die sich in die Reihe der Reifenquäler platziert haben, aber genug "Zeugen" und der ORF mit einem Kamerateam.

Um 15:30 Uhr erfolgt das Startzeichen. Mad Max, der Präsident des 3er Chapters der Blauen Ritter, hält im Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr das Mikrophon in der Hand. "3 - 2 - 1 - Los!"


22 Reifen drehen am Stand durch: 20 Motorräder und ein PKW. Eine riesige weiße Wolke steigt auf, die der sanfte Wind langsam über den burgenländischen Stoppelfeldern zerstreut.
15 Sekunden sind die Gasgriffdreher und der Pedaltreter am kollektiven Zerstörungstripp. Dann ist es geschafft. Guinness vorgegebenes Plansoll von 10 Sekunden wurde sogar überschritten.

Nun muss der Rekordversuch, bestmöglich dokumentiert, samt den Namen und Adressen aller Teilnehmer und Zeugen an die Guinness-Redaktion übermittelt werden.


Doppelmord


Rauchstudien


Geschafft!

Das Kamerateam bannt jede Kleinigkeit auf digitalem Speicher. Jene, die das Werk über die 15 Sekunden hinaus bis zur ultimativen Gewebevernichtung vollenden genauso, wie das qualmende Häufchen Elend, welches man einst stolz Profil nannte. Als Zugabe ein "Kopf-an-Kopf"-Burnout und auf Sonderwunsch des ORFs ein Ringerl am Asphalt.



Gemeinsam geht es im Konvoi - aus dem sich das Kamerateam spontan ausgliedert, weil es sich nicht verkneifen kann, den kilometerlangen Stau vor dem Grenzübergang zu filmen - zum Festplatz am Kleylehof. Dort geht es weiter mit den Aufnahmen. Die 21 Burnouter müssen her, werden dekorativ auf einen Baumstamm gesetzt, müssen auf Kommando jubeln und sich über ihren Erfolg freuen.

Festgäste mutieren zu Statisten - Regieanweisung: "Nicht in die Kamera schauen!" Rudi löffelt sein Gulaschsupperl. Das dicke, sonnenblenden-bewimperte Objektivauge ißt mit. Lichtverhältnisse und Stativbestplatzierung dominieren über Benzingeplauder.

Der Regisseur ruft zu den Interviews. Wie macht man einen Burnout? Ist er gefährlich? Was muss man beachten? Ist es schwer?


Geduldig erklären es die Blauen Ritter, die nun zu Hauptdarstellern avancieren. Exekutivbeamte in Bikerkluft als Reifenzerfetzer - ebenso medienwirksam wie ein Massenburnoutversuch für's bewegte Bild.

Das ORF-Team überläßt nichts dem Zufall. Auch zwei "auf den Festplatz einfahrende Motorradfahrer" werden in Stellung gebracht und auf Kommando von da nach dort geschickt. Die Bikerspiele gehen im Set unter.

Erst nachdem das ORF-Team die Story im Kasten weiß, ihre Ausrüstung in den Fahrzeugen verstaut hat und nach langen Dreh-Stunden abgezogen ist, kehrt die gemütliche Stimmung ein, die wir von den Blue-Knights-Festln gewohnt sind. Nun finden wir endlich die nötige Ruhe, um ein bißchen mit Max zu plaudern.

Die Idee zum Massenburnout keimte - wie so oft - an einem langen, bierigen Clubabend. Mit 13 Mitgliedern und 8 Helfern organisierten sie in Folge nicht nur ihr 2. Bikertreffen, sondern auch den Massenburnout, für den unzählige Amtswege notwendig waren, das Guinness-Reglement studiert und eingehalten werden und natürlich auch auf die höchstmögliche Sicherheit von Teilnehmern und Zuschauern geachtet werden musste.

Ob Max enttäuscht ist, dass sich nur so wenige zum aktiven Reifen zerstören eingefunden haben, wollen wir wissen.
"Nein. Die Idee sollte einen neuen Impuls in der österreichischen Biker-Szene setzen. Die Organisation eines Massenburnouts ist nicht einfach und bedeutet für ein kleines Organisationsteam einen immensen Aufwand. Wir überlassen es nun gerne einem anderen Club, diesen Rekord zu brechen."

Im Laufe des Abends bis spät in die Nacht treffen noch Gäste am Festplatz ein. Es ist eine Folgeerscheinung der unzähligen Veranstaltungen, die es in diesem Sommer in Österreich gibt. Etliche müssen ihre Verpflichtungen erfüllen und sich auf zwei, ja sogar drei Events an einem Tag sehen lassen. Eine Gruppe der Blue Knights hat beim Toyball mitgemacht und unter Einsatz ihrer T-Shirts, die nun rot markiert sind, sowie ihrer Haut, die massive blaue Flecken abbauen muss, den 2. Platz errungen. Gratulation!

Nach Einbruch der Dunkelheit bezieht das "Linzer Xindl" die Bühne im kühlen Stadl und heizt mit Hits wie "Da Hofa woas" die Stimmung mächtig an.

Irgendwann vor Mitternacht machen wir uns auf den Heimweg. Diesmal treffen wir keine lebensmüden Hasen auf der Fahrbahn, aber viele gestresste Autofahrer, die noch immer vor der Grenze im kilometerlangen Stau stecken, während am Kleylehof die Festnacht bis nach Sonnenaufgang prolongiert wird. Ein gutes Bikerfest kann eben durch nichts gestört werden.

Ausstrahlungstermin für die ORF-Aufnahmen:
Montag, 2. August 2004, ORF 1, 18:30, "25 Das Magazin".


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