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EVENTS - BERICHTE

Biker nehmen sich für Kinder Zeit
25. - 28. 8. 2005

Was bedeutet für dich eine Tüte Eis? Was empfindest du, wenn du dir im Restaurant etwas bestellst? Du willst mit Freunden etwas unternehmen - kein Problem, ein paar Euro in den Tank und der Spaß beginnt. Eine Selbstverständlichkeit. Für dich. Nicht für jeden. Schon gar nicht für Kinder, die in Sozialeinrichtungen leben ...

Donnerstag, 25.8.2005, 16:35 Uhr, Wien Westbahnhof. Die Welle rollt durch die Reihen der Biker auf dem Bahnsteig. 16 Kinder der Sozialeinrichtung "Löwenzähnchen" aus Ried/Oö (begleitet von 6 Betreuern) wurden von der Toy-Run-Crew eingeladen, einige Tage in Wien und Nö zu verbringen. Nun sind sie in der großen Stadt angekommen. Schüchtern stehen sie neben dem Zug, der sie hergebracht hat, brav in Dreierreihe, angespannt in der Erwartung, was sie in den nächsten Tagen erleben würden.

Dieses Jahr scheint die Sonne, was etliche Biker motiviert hat, am Empfang teilzunehmen und die Kinder im großen, gesponsorten Reisebus zum Schutzhaus Döring zu eskortieren, wo sie beim Abendessen etwas "auftauen".

Die Kleinen in den orangenen Leuchtjacken merken bald, dass es beim Ernstl und den artverwandten Gelbjacken gar nicht ernst und gesittet zugehen soll, sondern neben unzähligen Programmpunkten viel Spaß auf der Tagesordnung steht.

Auf dem Weg in ihre Unterkunft im Kinderfreunde-Heim "Am Schafberg" wird noch ein Eisgeschäft "überfallen". Irgendwie werden dort die begleitenden Erwachsenen das Gefühl nicht los, dass sich die Kinderschar auf unerklärliche Weise um eines vermehrt hat ...


Zuerst wird abgesperrt ...


... dann angestellt (etwas merkwürdig, das Kind mit der Sonnenbrille)...

... und geschleckt.

Am Freitag Vormittag steht Schönbrunn und sein Tiergarten auf dem Programm.
"Wo ist der Streichelzoo?" - "Ich will den Löwen sehen!" - "Gibt es Elefanten?"
Die im Absperren geübte Toy-Run-Truppe waltet auch hier beflissentlich ihres Amtes und so bewegt sich ein Ring von Gelbjacken um eine inzwischen quicklebendige Kinderschar.
Den Höhepunkt bildet die Fütterung der Seelöwen, eine Show, die nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen begeistert.

Mit dem Zug geht es hinauf zur Gloriette, hinüber zum Tirolerhof und zurück zum Haupteingang des Schlossareals, wo die eskortierenden Motorräder parken und der Bus bereitsteht.

Im Prater angekommen, warten bereits braungebrannte Grillhenderl auf uns. Der Wirt hat sich, als er von der Aktion "Biker nehmen sich für Kinder Zeit" hörte, sofort bereit erklärt, den kleinen Gästen ihr Mittagessen zu spendieren.

Gespendet haben, um den Kindern diesen "Urlaub" zu ermöglichen, auch noch andere: Brigitte, die nichts zu ihrem runden Geburtstag geschenkt bekommen wollte, sondern eine Spende für die Kinder - so kamen 2.000,- Euro zusammen; der Busfahrer, der seine Freizeit spendiert und unbezahlt die Kinder vier Tage lang durch Wien und Niederösterreich chauffiert. Es wurde von verschiedenen Personen und Organisationen kostenlos Verpflegung und Nächtigung zur Verfügung gestellt, und dann, einfach so, ganz spontan, ein paar Luftballons, Süßigkeiten und Stofftiere. Alles, was dann noch zu bezahlen bleibt, wird von jenen Spenden beglichen, die zwischen den alljährlichen Toy-Runs zusammenkommen.

Die Ruhepause hat Kindern und Erwachsenen gut getan, denn "Jetzt geht's los!" Dieser Schlachtruf begleitet uns den ganzen Nachmittag und erschallt lautstark vor jeder Fahrt mit einer der Prater-Attraktionen.

Die Spendenbereitschaft reißt auch auf unserem Weg durch den Prater nicht ab. Viele Betreiber von Fahrgeschäften lassen etliche Runden auf's Haus gehen oder verrechnen einen Sonderpreis - ja sogar ein Plakat wurde für die Kinder und Biker zur Begrüßung vorbereitet! Auch Petrus unterstützt die Aktion. Während im 5. Bezirk ein Wolkenbruch niedergeht, läßt er es im Prater nur zwei Mal kurz tröpfeln.

Nun hat der Spaß keine Grenzen mehr. Harte Biker mutieren an der Seite ihrer kleinen Chauffeure im Autodrom zu ängstlichen Beifahrern, sie werden von den Orangejacken in den harten Kurven der Wilden Maus beruhigt und heldenhaft in der Geisterbahn beschützt.

Nach dem Abendessen, bei dem die Kinder ihr Menu à la carte aussuchen dürfen, geht es zuerst an die Verteilung der Stofftiere, die von den Kindern nicht mehr ausgelassen werden und die natürlich mit auf die Zugsfahrt durch den Prater genommen werden. Bei jedem Fahrgeschäft, wo am Nachmittag gefahren wurde, wird von allen laut applaudiert, gejubelt und gepfiffen und so dem Besitzer noch einmal für seine Großzügigkeit gedankt.
Dann das Unglück! Eines der Stofftiere hat nicht aufgepasst und ist aus dem Zug auf den Beton gestürzt! Es liegt einsam in der finsteren Hauptallee am feuchten Boden. Adman hat es bemerkt! Er springt sofort aus dem fahrenden Zug, holt das Tier, rennt dem Zug nach, springt wieder auf - Stofftier und Kinderglück gerettet!

Für Samstag ist die Teilnahme an den NÖKISS geplant.
Gemeinsam mit weiteren 130 Kindern aus Heimen in Matzen, Schauboden, Pottenstein, der Hinterbrühl, dem Schwedenstift und Reichenauerhof sowie den Wiener Einrichtungen Hahnreiter- und Albertisgasse geht es zu den "Niederösterreichischen Kindersommerspielen" nach Herzogenburg.

In den Höfen des Stiftes und auf dem Platz davor haben Kinder für Kinder ein riesiges Fest organisiert, auf dem gespielt, gebastelt und erlebt werden kann. Die Kinder der Aktion "Biker nehmen sich für Kinder Zeit" bekommen ein kleines Taschengeld, da an manchen Stationen ein Unkostenbeitrag eingehoben wird. Dann dürfen sie sich (ziemlich) frei am Gelände verteilen und spielen, spielen, spielen ...

Wer glaubt, die Biker könnten sich inzwischen in die Sonne legen, täuscht sich. Die sind auch eingeteilt! Zu bestimmten Zeiten wird der "Innenring" Herzogenburgs abgesperrt und auf dieser gesicherten Strecke dürfen Kinder jeder Altersstufe, behelmt und eventuell noch von einem Erwachsenen gesichert, am Sozius Motorrad fahren. Der Andrang ist enorm und Biker sowie Kinder haben wieder einmal riesigen Spaß.

Gegen 17 Uhr kehren die Kinder in ihre Heime zurück. Die "Löwenzähnchen" fahren mit ins Landesjugendheim Pottenstein, wo sie übernachten werden. Diesmal wird der Bus nicht von den Bikern eskortiert. Nach stundenlangem Kreis fahren links herum durch Herzogenburg haben sie Sehnsucht nach einigen Rechtskurven. Nach einer wunderschönen Tour auf kleinsten Nebenstraßerln durch winzige Ortschaften dürfen sich die Motorräder am Parkplatz des Landesjugendheims Pottenstein ausruhen.
Doch der Tag ist noch nicht zu Ende. In einem riesigen Grill drehen sich bereits zwei Ferkel am Spieß. Während die Erwachsenen erschöpft auf den Bänken niedersinken oder mit letzter Kraft die Zelte aufbauen, toben sich die Kinder noch beim Fußballspiel auf der Wiese aus.
Nach einem geruhsamen Ausklang des Tages am Lagerfeuer treten die Kinder aus Ried am Sonntag wieder die Heimreise an.

So weit haben wir diesmal die "Löwenzähnchen" auf ihrem Besuch in Wien und Niederösterreich begleitet. Es war eine enorme Freude mitzuerleben, wie die Anspannung der Kinder mit jeder Stunde mehr und mehr schwand, wie sie auflebten und all die großen und kleinen Geschenke begeistert und dankbar annahmen. Nein, eine Tüte Eis ist für manche keine Selbstverständlichkeit, nicht einmal ein befreites Lachen. Für Kinder in Heimen bleibt das oft ein großer Traum. Ernstl und seine Toy-Run-Crew sowie Biker und Menschen mit Herz haben für einige dieser Kinder ihren Traum wahr werden lassen und ihnen vier abenteuerliche Tage beschert, welche alle, die an der Aktion teilgenommen haben, nie vergessen werden.


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