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BIKER-BENEFIZ NACHLESE

Biker und Kinder stürmen den Wiener Prater

In Zeiten, wo die allgemeine Verteuerung sogar die Politiker beschäftigt, steigt der Wert eines Praterbesuchs, wo ein Kind unbeschwert eine Fahrt nach der anderen genießen kann, ins Unermessliche. Ernstl und die Mitglieder der Toy-Run-Crew ermöglichten auch dieses Jahr wieder einigen Kinder und Jugendlichen dieses außergewöhnliche Vergnügen.

Eingeladen zu einem Tag im Wiener Wurstelprater waren die Gewinner des Kreativwettbewerbs „Bau ein Toy-Run-Motorrad aus Pappmaché“, an dem sich Kinder aus 22 Sozialeinrichtungen beteiligten: 29 Kinder und Jugendliche des Volkshilfe-Heims Pitten, die den ersten Platz belegten, 8 Jugendliche und deren Betreuer aus dem NÖ Landeskinderheim Schwedenstift (2. Platz) sowie Kinder aus dem Heim in Allentsteig (3. Platz), die sich zu diesem Termin jedoch im Ferienlager befanden, die an diesem Tag nicht mit dabei sein konnten und 500,- Euro als finanziellen Zuschuss bekamen, mit dem sie sich das Lagerleben versüßen konnten.

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Der Praterrundgang begann bei der Luftburg und führte Richtung Riesenrad. Für einen Uneingeweihten mag es so ausgesehen haben, als würden die behinderten Jugendlichen des Schwedenstiftes teilnahmslos in ihren Rollstühlen sitzend von Fahrgeschäft zu Fahrgeschäft geschoben werden und von all dem nichts mitbekommen. In dieser Art Behinderte nehmen ihre Umgebung jedoch auf eine andere Weise über ihre Sinnesorgane wahr. Bei ihnen spielt das Visuelle kaum eine Rolle, vielmehr empfinden sie Geräusche, Emotionen, Bewegung und die Stimmung, die um sie herum herrscht. Dass jene Jugendlichen sehr wohl auf ihre Art Spaß an dem außergewöhnlichen Ausflug hatten, zeigte sich uns zum einen an den Schreien, die eines der Kinder immer wieder ausstieß – ein Zeichen für überschäumende Freude, wie uns der Betreuer erklärte, zum anderen, dass eine jener Jugendlichen Autodrom fahren wollte. Bei Normalbetrieb wäre das unmöglich, ja sogar verboten gewesen, doch Ernstl machte es möglich. Der Wagen, in dem das Mädel mitfuhr, wurde mit einer gelben Jacke markiert, alle Fahrer wurden instruiert, dass dieser nicht gerammt wird und zur Sicherheit stellte sich Ernstl hinten drauf und fuhr mit. Deutlicher geht’s nicht mehr! Tatsächlich funktionierte der Plan. Wie durch Zauberhand öffnete sich vor dem Wagen ein freier Weg, während sich dieser hinter ihm sofort wieder schloss und heftig gecrasht wurde.

26 Attraktionen schaffte man trotz ausgiebiger Mittagspause in der Luftburg an diesem Tag. Die Aktion „Biker und Kinder stürmen den Wiener Prater“ der Toy-Run, die bereits seit einigen Jahren durchgeführt wird, hat auch bei den Betreibern der Fahrgeschäfte Freunde gefunden. Die erste Fahrt wird (oft zu ermäßigten Preisen) bezahlt, eine zweite oder mehr wird vom Besitzer der Attraktion gespendet. Einer der Chefs legte sogar noch etwas zum Spendengeld, das für diesen Tag verplant war, das seinige dazu. Auf einem Autodrom wiederum durften wir geschlagene 30 Minuten ohne Unterbrechung fahren. Ob es Zufall ist, dass sich in der Dekoration dieses Geschäftes das HOG-Logo findet?

Der Wettergott meinte es gut – zu gut. Die Hitze machte einigen zu schaffen, besonders den behinderten Jugendlichen in ihren Rollstühlen, die sich nicht so einfach auf eines der spärlich gesäten schattigen Plätzchen drücken konnten wie die anderen Kinder und Erwachsenen. Hier organisierte Ernstl schnelle Hilfe in Form einiger Regenschirme vom nächsten Souvenirstand.

Während die Gruppe aus dem Schwedenstift bereits nach dem Mittagessen Richtung Heimat aufbrach, um den Tag für ihre Schützlinge nicht zu anstrengend werden zu lassen, machte der Rest, gelb bejackt oft schon schwer gezeichnet, bis zum Abendessen weiter. Bevor sich die Kinder aus Pitten endgültig auf den Heimweg machten, legte ihr Bus noch einen Zwischenstop bei einem Eisgeschäft am Stadtrand von Wien ein.

Es gäbe noch vieles über die Details der Organisation und den enormen persönlichen Einsatz der Toy-Run-Crew, von denen sich viele einen Urlaubstag genommen hatten, um dabei sein zu können, sowie zur Freude und den Erlebnissen der Kinder und Jugendlichen zu berichten, doch können Worte nicht wirklich die Stimmung wiederspiegeln. Es wird nicht der letzte Praterbesuch gewesen sein, den Ernstl und die Toy-Run-Crew für Kinder aus Sozialeinrichtungen organisiert haben und sicher sind auch beim nächsten Mal wieder „all bikers welcome“, auch dann, wenn sie keine gelbe Jacke tragen.





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