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BIKER-BENEFIZ NACHLESE

Toy-Run 2007

Es war wieder dieser 3. Sonntag im Juni, ein Tag den viele Kinder herbeisehnen, ein Tag an dem die Biker zeigen, dass sie keine ignoranten Arschlöcher in Lederoutfit auf ihrem depperten Motorradl sind. [Protest der Bikerwelt: Das sind wir an den anderen 364 Tagen des Jahres auch nicht!] Dieser 3. Sonntag im Juni ist seit 2006 der "Tag des Motorrades" - © LH Erwin Pröll.

Für uns Biker ist jeder Tag Tag des Motorrades, aber an diesem Tag wissen es auch andere, die mit Motorradfahren nichts zu tun haben. Straßen werden gesperrt, von der kleinen Nebengasse angefangen über Bundesstraßen - heute sogar die S1 und die A1 - damit wir mit unserem Konvoi mit insgesamt 2960 Bikes ungehindert auf die 3. Spur der A1 gelangen und diese erst bei Loosdorf wieder verlassen.

2960 Zweiräder, diese Zahl wird von drei unabhängigen Messpunkten gezählt. Ab hier geht es über Landstraßen weiter. In den kleinen Ortschaften steht, so scheint es, die komplette Bevölkerung vom Kleinkind bis zur Uromi, am Straßenrand und winkt uns zu. Sie freuen sich mit uns, denn was wir hier tun, hilft Heim- und auch schwerbehinderten Kindern ein Gefühl des "Nicht Alleingelassen" zu vermitteln. Kindern denen das Schicksal schwer mitgespielt hat oder jenen die von Geburt an ein schweres Los zu tragen haben, dürfen sich heute so richtig freuen. Jeder Teilnehmer hat 10, jeder Beifahrer 5 Euro als Startgeld bezahlt. Nebenbei bringt jeder ein Spielzeug mit, daher der Name "Toy Run".

Ziel ist heuer das Kinderjugendheim Reichenauerhof in Waidhofen an der Ybbs. Bereits 1999 war die Toy Run hier. Schon damals gab es Platzprobleme. Heuer ist das nicht so, denn es ist der komplette Hauptplatz mit Heurigengarnituren gepflastert. Das einzige Manko sind die nicht vorhandenen Sonnenschirme und der stechende Sonnenschein. Doch was macht das schon? Wir sind für die Kinder hier und nicht um zu raunzen. Der Fußmarsch von den abgestellten Bikes zum Hauptplatz führt uns durch die halbe Innenstadt und wenn man sich etwas umschaut, erkennt man auch die Schönheiten des Ortes. Am Fuße des Wehrturmes haben sich die Ausschankzelte angesammelt, an denen man auch ziemlich rasch das Gewünschte bekommt. Allerdings sind die Speisen kühl und die Getränke warm. 1 Liter Soda wäre besser als 0,5 Liter Limo. Im Meer der Tische finden wir ziemlich weit vorne einen Platz für alle unsere mitgekommenen Echt'n - immerhin 15 Personen - und wir haben uns auch den einzigen Sonnenschirm, der zu finden war, besorgt. Ein herzliches Dankeschön an die Trafik Mandl. Freundlich und nett hat die Chefin sofort den Schirm spendiert. Zigaretten kauf ich jetzt nur noch dort. ;o)

Bis alle Biker eintreffen, wird über zwei Videowände die Toy Run des Vorjahres gezeigt. Das Festprogramm eröffnet der Organisator Ernst Graft, dessen Idee seit Jahren Wellen schlägt. Seit 2005 gibt es auch eine Toy Run in Rumänien und es soll auch bald eine in Moldavien geben. Natürlich von jemand anderem organisiert, doch für Fragen und Unterstützung steht Ernstl und seine "Gelbjackencrew" zur Verfügung.

Die Kinder der Toy-Run-Ziele der letzten Jahre berichten über ihre Aktivitäten, die sie mit den Spenden erleben durften. Ski fahren, Reiturlaube, Boot fahren und einiges mehr. In Wort und Bild sowie über Power Point Präsentationen werden ihre Erlebnisse eingespielt und die HeimleiterInnen oder BetreuerInnen erzählen die nötige Info dazu. Als Draufgabe stehen Gesangsdarbietungen und Tänze der Kinder, die sie monatelang einstudiert haben, am Programm. Natürlich hat der eine oder die andere Lampenfieber, doch mit unserer Unterstützung und dem starken Auftrittsapplaus verschwinden alle Ängste.

Auch der Bürgermeister und die Heimleiterin müssen auf die Bühne und gemeinsam singen sie "Fia imma jung", nur den Refrain singen tausende Biker mit. Gänsehaut!
Dem Höhepunkt jeder Toy Run fiebert jeder Anwesende entgegen. Wie viele sind wir heuer und wie viel haben wir an Geldspenden zusammengebracht? Die Sachspenden sind sowieso unübersehbar, ein LKW reicht schon lange nicht mehr aus.

Die Kinder werden der Reihe nach mit Tafeln auf die Bühne geschickt ehe sie von hinten beginnen diese zu drehen und nach oben halten. Für die Heimleiterin kommt jetzt der wahrscheinlich adrenalingeschwängertste Augenblick ihrer Karriere, denn sie steht mit dem Rücken zur Bühne und sieht auf eine unübersehbare Menschenmenge. Das erste Kind beginnt mit dem Umdrehen des Schildes - ein Zweier gefolgt von einem Einser, dann ein Komma, 851, der Punkt für die Tausendermarke. Jetzt wird es ziemlich still am Hauptplatz von Waidhofen. Letztes Jahr waren es 48tausend, bis zwei anonyme Spender die 50.000 voll machten. Als das Mädchen das Schild dreht - ein Nuller erscheint - beginnt tosender Applaus und Jubel bricht aus - neuer Rekord: 50.158,12 Euro - Tränen in den Augen.
Die Heimleiterin braucht einige Zeit, um sich der Summe bewusst zu werden. Ernst Graft, der von sich selbst behauptet altmodisch - nicht alt - aber altmodisch zu sein, rechnet in Schilling um und kommt auf die stolze Summe von 690.190,78.

Stolze Summe - stolze Biker. Mit diesem sauguten Gefühl im Herzen etwas bewirkt zu haben, verlassen tausende Zweiradfahrer Waidhofen an der Ybbs, um auch im nächsten Jahr - am 15. Juni 2008, das Jahr der Fußball EM - wieder dabei zu sein, wenn Ernstl Graft und seine Gelbjacken zur Toy Run rufen.
Der 15. Juni 2008 ist Fußballmäßig spielfrei - ein Zufall? Nein; Bestimmung.

Text: Andi, Präsi der Echt'n Schwechat
TFotos: Andi, Präsi der Echt'n Schwechat und Toy-Run-Presseinfo

Als Dank für den Sonnenschirm schenken wir den Trafikbetreibern die ausgeteilten Eintrittskarten für die NÖ Landesausstellung - die ist übrigens auch in Waidhofen/Ybbs.





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